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1 Managementbericht

1.1 Zweck des EZB-Managementberichts

Der Managementbericht[1] ist Bestandteil des erweiterten Jahresabschlusses der EZB und soll den Lesern Hintergrundinformationen zum Jahresabschluss liefern.[2] Da die Aktivit?ten und Gesch?fte der EZB auf ihre Ziele ausgerichtet sind, ist auch ihre Finanz- und Ertragslage im Kontext ihrer Ma?nahmen zu sehen.

Zu diesem Zweck erl?utert der Managementbericht die wichtigsten Aktivit?ten und Gesch?fte der EZB sowie deren Auswirkungen auf den Jahresabschluss. Darüber hinaus enth?lt er eine Analyse der wichtigsten Entwicklungen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie Informationen zu den finanziellen Mitteln der EZB. Der Bericht erl?utert au?erdem das Risikoumfeld, in dem die EZB t?tig ist. Er liefert Informationen zu den finanziellen und operativen Risiken, denen die EZB ausgesetzt ist, sowie zu den Risikomanagementrichtlinien, die zur Risikominderung angewandt werden.


1.2 Aktivit?ten

Die EZB ist Teil des Eurosystems, dessen vorrangiges Ziel in der Gew?hrleistung von Preisstabilit?t besteht. Zu den wichtigsten Aufgaben der EZB z?hlen gem?? der ESZB-Satzung[3] die Ausführung der Geldpolitik des Euroraums, die Durchführung von Devisengesch?ften, die Verwaltung der offiziellen W?hrungsreserven der Mitgliedstaaten des Euro-W?hrungsgebiets und die F?rderung des reibungslosen Funktionierens der Zahlungsverkehrssysteme.

Die EZB ist auch dafür verantwortlich, dass der Einheitliche Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM) wirksam und einheitlich funktioniert, um im Wege einer eng begleitenden und effektiven Bankenaufsicht zur Sicherheit und Solidit?t des Bankensystems und zur Stabilit?t des Finanzsystems beizutragen.

Das Prinzip der dezentralen Durchführung der Geldpolitik im Eurosystem spiegelt sich darin wider, dass die geldpolitischen Gesch?fte des Eurosystems im Jahresabschluss der EZB und im Jahresabschluss der nationalen Zentralbanken (NZBen) erfasst werden. Tabelle 1 gibt einen überblick über die wichtigsten von der EZB in Erfüllung ihres Mandats ausgeführten Gesch?fte und wahrgenommenen Funktionen und erl?utert die jeweiligen Auswirkungen auf den EZB-Jahresabschluss.

Tabelle 1

Die wichtigsten Aktivit?ten der EZB und ihre Auswirkungen auf den Jahresabschluss

1) Weitere Informationen zur Wertpapierleihe finden sich auf der Website der EZB.
2) Weitere Informationen zu TARGET2 finden sich auf der Website der EZB.


1.3 Finanzielle Entwicklungen

1.3.1 Bilanz

Aufgrund des Erwerbs von Wertpapieren im Rahmen des Programms zum Ankauf von Verm?genswerten (APP)[4] weitete sich die Bilanz der EZB im Zeitraum von 2015 bis 2018 deutlich aus.

2019 stiegen die Aktiva der EZB insgesamt um 10,0 Mrd € auf 457,1 Mrd €. Dies war vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: a) den Anstieg des Goldpreises sowie die Aufwertung des US-Dollar und des japanischen Yen gegenüber dem Euro im Jahresverlauf wuchs der Marktwert der ?W?hrungsreserven“ der EZB und b) die Wertzunahme der umlaufenden Euro-Banknoten.[5]

Abbildung 1

Die wichtigsten Positionen der EZB-Bilanz

(in Mrd €)

Quelle: EZB.

Zu geldpolitischen Zwecken gehaltene Euro-Wertpapiere machten Ende 2019 55 % der gesamten Aktiva der EZB aus. Unter dieser Bilanzposition weist die EZB Wertpapiere aus, die sie im Rahmen des Programms für die Wertpapierm?rkte (SMP), der drei Programme zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen (CBPP1, CBPP2 und CBPP3), des ABSPP und des PSPP erworben hat. Im Jahr 2019 legte die EZB die Tilgungsbetr?ge der Wertpapiere in ihren APP-Portfolios bei F?lligkeit vollumf?nglich wieder an. Darüber hinaus nahm die EZB die Nettoank?ufe von Wertpapieren im Rahmen des APP am 1. November 2019 auf der Grundlage eines Beschlusses des EZB-Rats vom 12. September 2019 über das monatliche Gesamtvolumen der vom Eurosystem get?tigten Ank?ufe[6] und vorbehaltlich im Voraus festgelegter Zulassungskriterien wieder auf.

Ende 2019 ging der Wert des Portfolios der EZB an zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapieren um 1,3 Mrd € auf 250,4 Mrd € zurück (siehe Abbildung 2), was vor allem auf Tilgungen von im Rahmen von SMP, CBPP1 und CBPP2 gehaltenen Wertpapieren zurückzuführen war. Der Gesamtrückgang dieser Best?nde belief sich auf 2,2 Mrd €. Der Rückgang des PSPP-Portfolios um 0,1 Mrd € war haupts?chlich auf die Nettoauswirkung der Amortisierung von Disagio- und Agiobetr?gen[7] auf im Portfolio enthaltene Wertpapiere zurückzuführen, durch die die in den letzten beiden Monaten 2019 durchgeführten Nettoank?ufe mehr als ausgeglichen wurden.

Abbildung 2

Zu geldpolitischen Zwecken gehaltene Wertpapiere

(in Mrd €)

Quelle: EZB.

2019 stieg der Euro-Gegenwert der W?hrungsreserven der EZB, die Gold, Sonderziehungsrechte und Devisen (US-Dollar, japanische Yen und chinesische Renminbi) umfassen, um 6,2 Mrd € auf insgesamt 75,8 Mrd €.

Der Euro-Gegenwert der Best?nde der EZB an Gold und Goldforderungen nahm 2019 um 3,8 Mrd € zu und lag bei 22,0 Mrd € (siehe Abbildung 3), was einem Anstieg des Goldpreises in Euro zuzuschreiben war. Derweil blieb der Goldbestand in Feinunzen unver?ndert. Aus diesem Anstieg ergab sich auch eine Ver?nderung bei den Ausgleichsposten aus Neubewertung der EZB, die um denselben Betrag zunahmen (siehe Abschnitt 1.3.2 ?Finanzielle Mittel“).

Abbildung 3

Goldbestand und Goldpreis

(linke Skala: in Mrd €; rechte Skala: Euro pro Feinunze Gold)

Quelle: EZB.
Anmerkung: Der ?Ausgleichsposten aus Neubewertung für Gold“ enth?lt nicht die Beitr?ge der Zentralbanken der Mitgliedstaaten, die dem Euro-W?hrungsgebiet nach dem 1. Januar 1999 beigetreten sind, zum kumulierten Ausgleichsposten aus Neubewertung für Gold der EZB zum Tag vor ihrem jeweiligen Beitritt zum Eurosystem.

Die Nettofremdw?hrungsbest?nde[8] der EZB in US-Dollar, japanischen Yen und chinesischen Renminbi stiegen in Euro um 2,4 Mrd € auf 53,1 Mrd € (siehe Abbildung 4). Gründe hierfür waren die Wiederanlage der aus diesen Best?nden im Jahresverlauf erzielten Einkünfte sowie die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem japanischen Yen. Die Abwertung des Euro spiegelt sich auch in den gestiegenen Salden der Ausgleichsposten aus Neubewertung der EZB wider (siehe Abschnitt 1.3.2 ?Finanzielle Mittel“).

Abbildung 4

Devisenbest?nde

(in Mrd €)

Quelle: EZB.

Zum Jahresende 2019 haben US-Dollar mit rund 77 % des Gesamtbestands weiterhin den gr??ten Anteil an den Devisenbest?nden der EZB.

Die EZB legt ihre W?hrungsreserven in einem dreistufigen Prozess an. Zun?chst wird von den Risikomanagern der EZB ein strategisches Benchmark-Portfolio entwickelt, das vom EZB-Rat zu genehmigen ist. Dann stellen die Portfoliomanager der EZB ein taktisches Benchmark-Portfolio zusammen, das der Genehmigung des Direktoriums unterliegt. Im letzten Schritt werden die laufenden Anlagegesch?fte dezentral von den NZBen durchgeführt.

Die W?hrungsreserven der EZB werden haupts?chlich in Wertpapiere und Geldmarkteinlagen investiert oder auf Girokonten gehalten (siehe Abbildung 5). Die in diesem Portfolio enthaltenen Wertpapiere werden zum Marktpreis zum Jahresultimo bewertet.

Abbildung 5

Zusammensetzung der Devisenanlagen

(in Mrd €)

Quelle: EZB.

Die W?hrungsreserven erm?glichen es der EZB, gegebenenfalls Devisenmarktinterventionen zu finanzieren. Daher verfolgt die EZB bei der Verwaltung ihrer W?hrungsreserven drei Ziele, n?mlich – in der Reihenfolge ihrer Priorit?t – Liquidit?t, Sicherheit und Rentabilit?t. Deshalb umfasst das Portfolio haupts?chlich Wertpapiere mit kurzen Laufzeiten (siehe Abbildung 6).

Abbildung 6

Laufzeitstruktur der in Fremdw?hrung denominierten Wertpapiere

Quelle: EZB.

2019 blieb der Wert des Eigenmittelportfolios der EZB nahezu unver?ndert (siehe Abbildung 7). Dieses Portfolio enth?lt in erster Linie auf Euro lautende Wertpapiere, die zum Marktpreis zum Jahresultimo bewertet werden.

Abbildung 7

Eigenmittelportfolio der EZB

(in Mrd €)

Quelle: EZB.

Das Eigenmittelportfolio der EZB wird als Gegenposten zum eingezahlten Kapital, zur Rückstellung für finanzielle Risiken und zum allgemeinen Reservefonds gehalten. Durch die Portfolioertr?ge werden die nicht mit Aufsichtsaufgaben zusammenh?ngenden Betriebsaufwendungen der EZB mitfinanziert.[9] Die Verwaltung des Eigenmittelportfolios zielt auf eine Maximierung der Ertr?ge ab, wobei eine Reihe von Risikolimiten zu beachten ist. Daraus ergibt sich eine st?rker diversifizierte Laufzeitstruktur (siehe Abbildung 8) als bei den W?hrungsreserven.

Abbildung 8

Laufzeitstruktur der im Eigenmittelportfolio enthaltenen Wertpapiere

Quelle: EZB.

1.3.2 Finanzielle Mittel

Die EZB verfügt über finanzielle Mittel in Form ihres Kapitals, der allgemeinen Risikorückstellung, der Ausgleichsposten aus Neubewertung und des Jahresüberschusses. Diese Mittel werden a) gewinnbringend investiert und/oder b) verwendet, um aus finanziellen Risiken resultierende Verluste direkt auszugleichen. Zum 31. Dezember 2019 verfügte die EZB über finanzielle Mittel in H?he von insgesamt 47,7 Mrd € (siehe Abbildung 9), was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Mrd € entspricht. Verantwortlich dafür war haupts?chlich der durch die Abwertung des Euro bedingte Anstieg in den Ausgleichsposten aus Neubewertung.

Abbildung 9

Finanzielle Mittel der EZB

(in Mrd €)

Quelle: EZB.
Anmerkung: ?Ausgleichsposten aus Neubewertung“ umfasst den gesamten Gewinn aus der Neubewertung der Gold-, Fremdw?hrungs- und Wertpapierbest?nde, berücksichtigt jedoch nicht den Ausgleichsposten aus Neubewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses.

Nicht realisierte Gewinne auf Gold, Fremdw?hrungen und Wertpapiere, die Neubewertungen unterliegen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht als Ertr?ge ausgewiesen, sondern direkt unter den Ausgleichsposten aus Neubewertung auf der Passivseite der EZB-Bilanz erfasst. Mit den Salden aus diesen Posten k?nnen die Auswirkungen künftiger ungünstiger Schwankungen der entsprechenden Preise und/oder Wechselkurse aufgefangen werden. Sie st?rken somit die Widerstandsf?higkeit der EZB gegenüber den zugrunde liegenden Risiken. 2019 stiegen die Ausgleichsposten aus Neubewertung von Gold, Fremdw?hrungen und Wertpapieren[10] um 5,1 Mrd € auf 30,2 Mrd €, was haupts?chlich dem Anstieg des Goldpreises und der Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem japanischen Yen geschuldet war (siehe Abbildung 10).

Abbildung 10

Die wichtigsten Wechselkurse und Goldpreise im Zeitraum 2015-2019

(prozentuale Ver?nderungen gegenüber 2015; Daten zum Jahresende)

Quelle: EZB.

Der überschuss aus Forderungen und Verbindlichkeiten der EZB in einem Gesch?ftsjahr kann zum Auffangen potenzieller Verluste desselben Jahres verwendet werden. 2019 lag der Jahresüberschuss der EZB mit 2,4 Mrd € um 0,8 Mrd € h?her als 2018.

In Anbetracht ihrer finanziellen Risiken (siehe Abschnitt 1.4.1 ?Finanzielle Risiken“) unterh?lt die EZB eine Rückstellung für finanzielle Risiken. Der Umfang dieser Rückstellung wird j?hrlich unter Berücksichtigung einer Reihe von Faktoren geprüft. Hierzu z?hlen unter anderem die H?he der Best?nde an risikobehafteten Anlagen, die für das kommende Jahr zu erwartenden Ergebnisse und eine Risikobeurteilung. Die Risikorückstellung darf zusammen mit dem allgemeinen Reservefonds der EZB den Wert der von den NZBen des Eurosystems eingezahlten Kapitalanteile nicht übersteigen. Nach der fünfj?hrlichen Anpassung des Schlüssels für die Zeichnung des Kapitals der EZB zum 1. Januar 2019 und der daraus resultierenden Verringerung der Gewichtsanteile der NZBen des Euro-W?hrungsgebiets am gezeichneten Kapital der EZB sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Bewertung der finanziellen Risiken, denen die EZB ausgesetzt ist, beschloss der EZB-Rat, Rückstellungen für finanzielle Risiken in H?he von 84 Mio € aufzul?sen, um das Rückstellungsvolumen wieder auf den zul?ssigen H?chstwert von 7,5 Mrd € zu senken, was der Summe der von den NZBen des Euroraums eingezahlten Kapitalanteile entspricht.

Das von NZBen innerhalb und au?erhalb des Euro-W?hrungsgebiets eingezahlte Kapital der EZB belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 7,7 Mrd €, 81 Mio € weniger als zum Jahresende 2018. Dieser Rückgang resultierte aus der fünfj?hrlichen Anpassung des Kapitalschlüssels der EZB, die am 1. Januar 2019 in Kraft trat und zu einer Reduzierung des (jeweils zu 100 % eingezahlten) Anteils der NZBen des Euroraums führte.

Die Anteile der einzelnen NZBen am Kapital der EZB werden sich 2020 aufgrund des Austritts des Vereinigten K?nigreichs aus der Europ?ischen Union und des daraus resultierenden Ausscheidens der Bank of England aus dem Europ?ischen System der Zentralbanken (ESZB) ?ndern. Das gezeichnete Kapital der EZB wird unver?ndert bleiben, da der Anteil der Bank of England am gezeichneten Kapital der EZB auf die NZBen inner- und au?erhalb des Euroraums aufgeteilt wird. Auch das eingezahlte Kapital der EZB wird sich 2020 nicht ?ndern, da die verbleibenden NZBen den Anteil der Bank of England am eingezahlten Kapital ausgleichen werden.

1.3.3 Gewinn- und Verlustrechnung

Im Zeitraum von 2015 bis 2019 ist der Jahresüberschuss der EZB allm?hlich von rund 1,1 Mrd € auf rund 2,4 Mrd € gestiegen (siehe Abbildung 11), was haupts?chlich auf h?here Zinsertr?ge aus W?hrungsreserven und zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapieren zurückzuführen ist. Dadurch wurde der Rückgang der Zinseinkünfte aus dem Banknotenumlauf[11] und aus dem Eigenmittelportfolio mehr als ausgeglichen.

Im Jahr 2019 belief sich der Jahresüberschuss der EZB auf 2 366 Mio € (2018: 1 575 Mio €). Die Zunahme um 790 Mio € gegenüber 2018 war sowohl auf einen Anstieg der Nettozinsertr?ge als auch auf bessere Ergebnisse aus Finanzoperationen zurückzuführen.

Abbildung 11

Die wichtigsten Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung der EZB

(in Mio €)

Quelle: EZB.
Anmerkung: Die Position ?Sonstige Ertr?ge und Aufwendungen“ umfasst ?Nettoertr?ge/-aufwendungen aus Gebühren und Provisionen“, ?Ertr?ge aus Aktien und Beteiligungen“, ?Sonstige Ertr?ge“ und ?Sonstige Aufwendungen“.

Die Nettozinsertr?ge der EZB stiegen um 410 Mio € auf 2 686 Mio € (siehe Abbildung 12). Dies war haupts?chlich auf h?here Zinsertr?ge aus W?hrungsreserven und zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapieren zurückzuführen.

Abbildung 12

Nettozinsertr?ge

(in Mio €)

Quelle: EZB.

Die Nettozinsertr?ge aus W?hrungsreserven erh?hten sich vor allem infolge der h?heren Zinsertr?ge aus Wertpapieren in US-Dollar um 190 Mio € auf 1 052 Mio €.

Da im Jahr 2018 insbesondere im kurzen Laufzeitbereich fast durchg?ngig ein Aufw?rtstrend der Renditen aus US-Dollar-Wertpapieren verzeichnet wurde (siehe Abbildung 13), erwarb die EZB Wertpapiere mit h?heren Renditen, wodurch sich die Durchschnittsrendite ihres US-Dollar-Portfolios gegenüber dem Vorjahr erh?hte. Dies wirkte sich 2019 positiv auf die Zinsertr?ge aus diesem Portfolio aus.

Abbildung 13

Renditen zweij?hriger Staatsanleihen in den Vereinigten Staaten, Japan und China

(in % p. a.; zum Monatsende)

Quelle: EZB.

Die Nettozinsertr?ge aus zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapieren lagen 2019 bei 1 447 Mio € und waren damit 212 Mio € h?her als 2018 (siehe Abbildung 14). Die Zinsertr?ge aus Wertpapieren, die im Rahmen des APP erworben wurden, stiegen um 316 Mio € auf 1 136 Mio €. Dieser Anstieg war in erster Linie auf das PSPP-Portfolio zurückzuführen, das gegenüber 2018 im Jahresverlauf h?here durchschnittliche Best?nde und eine h?here durchschnittliche Rendite verzeichnete. Die durchschnittliche Rendite des Portfolios hat sich in den letzten beiden Jahren insbesondere aus zwei Gründen erh?ht: a) die Rendite der 2018 erworbenen Wertpapiere lag über dem historischen Durchschnitt des Portfolios und b) die Reinvestition der Tilgungsbetr?ge 2019 erfolgte zu einer h?heren Rendite, als die getilgten Wertpapiere sie aufwiesen. Unterdessen blieben die Renditen von Staatsanleihen des Euroraums 2019 im Durchschnitt niedrig (siehe Abbildung 15). Der Anstieg der Nettozinsertr?ge aus Wertpapieren des APP-Programms glich den Rückgang der Nettozinsertr?ge aus den im Rahmen des SMP, CBPP1 und CBPP2 erworbenen Wertpapieren mehr als aus. Dieser Rückgang (um 104 Mio € auf 311 Mio €) hatte seine Ursache in f?llig werdenden Wertpapieren, was das Volumen dieser Portfolios sinken lie?. 2019 generierten die zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapiere rund 54 % des Nettozinsertrags der EZB.

Abbildung 14

Nettozinsertr?ge aus zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapieren

(in Mio €)

Quelle: EZB.

Abbildung 15

Renditen zehnj?hriger Staatsanleihen im Euroraum

(in % p. a.; zum Monatsende)

Quelle: EZB.

Sowohl die Zinsertr?ge aus dem Anteil der EZB am gesamten Euro-Banknotenumlauf als auch die Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Forderungen der NZBen aus übertragenen W?hrungsreserven lagen bei null. Verantwortlich hierfür war der für die Hauptrefinanzierungsgesch?fte des Eurosystems geltende Zinssatz von 0 %.

Die sonstigen Nettozinsertr?ge waren rückl?ufig, was haupts?chlich niedrigeren Zinsertr?gen aus dem Eigenmittelportfolio infolge des Niedrigzinsumfelds im Euroraum zuzuschreiben war.

In der Position Nettoergebnis aus Finanzoperationen und Abschreibungen auf Finanzanlagen wurde ein Gewinn von 176 Mio € ausgewiesen (siehe Abbildung 16). Für diesen Anstieg um 322 Mio € gegenüber dem Vorjahr waren in erster Linie h?here realisierte Netto-Kursgewinne verantwortlich.

Der realisierte Netto-Kursgewinn aus Wertpapierverk?ufen im Jahr 2019 war vor allem auf Kursgewinne von Wertpapieren in US-Dollar zurückzuführen, deren Marktwert im Jahresverlauf vom Rückgang der Renditen von Anleihen in US-Dollar positiv beeinflusst wurde.

Abbildung 16

Realisierte Gewinne und Verluste und Abschreibungen

(in Mio €)

Quelle: EZB.

Darüber hinaus wurden zum 31. Dezember 2019 84 Mio € aus der allgemeinen Risikorückstellung der EZB erfolgswirksam freigegeben, um deren Volumen wieder auf ihren zul?ssigen H?chstwert zu bringen, welcher der Summe der von den NZBen des Euroraums eingezahlten Kapitalanteile entspricht (siehe Abschnitt 1.3.2 ?Finanzielle Mittel“).

Die Betriebsaufwendungen der EZB insgesamt, einschlie?lich Abschreibungen und Aufwendungen für die Banknotenherstellung, stiegen um 42 Mio € auf 1 156 Mio € (siehe Abbildung 17). Der Anstieg gegenüber 2018 ist haupts?chlich auf h?here Personalkosten zurückzuführen. Gründe hierfür waren a) die insbesondere bei der Bankenaufsicht h?here durchschnittliche Besch?ftigtenzahl im Jahr 2019 und b) die h?heren Aufwendungen im Zusammenhang mit anderen langfristig f?lligen Leistungen, die vor allem auf den Ende 2019 für die versicherungsmathematische Bewertung verwendeten h?heren Abzinsungssatz zurückzuführen waren. Infolge der Umsetzung des neuen Rechnungslegungsgrundsatzes für Leasingverh?ltnisse im Jahr 2019 werden Leasingaufwendungen, die bislang als Verwaltungsaufwand ausgewiesen wurden, nun als Abschreibungen erfasst. Infolgedessen waren die Verwaltungsaufwendungen niedriger, w?hrend die Abschreibungskosten h?her ausfielen als im Vorjahr. Zudem sorgten niedrigere Kosten im Zusammenhang mit Zeitarbeitskr?ften und eine geringere Inanspruchnahme externer Berater für einen Rückgang der Verwaltungsaufwendungen.

Mit der Bankenaufsicht verbundene Aufwendungen werden vollst?ndig durch die den beaufsichtigten Unternehmen auferlegten Gebühren gedeckt.[12]

Abbildung 17

Betriebsaufwendungen und Aufsichtsgebühren

(in Mio €)

Quelle: EZB.
Anmerkungen: Bei den Betriebsaufwendungen erfolgt eine Aufteilung zwischen Zentralbankaufgaben und Bankenaufsicht. Die Kosten der von den unterstützenden Gesch?ftsbereichen der EZB erbrachten gemeinsamen Dienste wurden diesen beiden Kategorien zugeordnet. Diese gemeinsamen Dienste werden von den bestehenden unterstützenden Gesch?ftsbereichen der EZB bereitgestellt, darunter Dienste in Bezug auf R?umlichkeiten, Personalmanagement, Verwaltungsdienste, Haushaltsplanung und Controlling, Rechnungswesen, Rechtsdienste, Kommunikations- und übersetzungsdienste, interne Revision, Statistik- und IT-Dienste.


1.4 Risikomanagement

Das Risikomanagement ist ein wesentlicher Bestandteil der Aktivit?ten der EZB und erfolgt durch einen kontinuierlichen Prozess bestehend aus a) Risikoidentifikation und -bewertung, b) überprüfung der Risikostrategie und -politik, c) Umsetzung von risikomindernden Ma?nahmen und d) Risikoüberwachung und -berichterstattung. Alle Teilprozesse stützen sich auf effektive Methoden, Verfahren und Systeme.

Schaubild 1

Risikomanagement-Kreislauf

Die EZB ist sowohl finanziellen als auch operationellen Risiken ausgesetzt. In den nachfolgenden Abschnitten werden diese Risiken, ihre Quellen und die jeweiligen Risikokontrollma?nahmen erl?utert.

1.4.1 Finanzielle Risiken

Vom Direktorium vorgeschlagene Richtlinien und Verfahren sollen einen angemessenen Schutz gegen die finanziellen Risiken gew?hrleisten, denen die EZB ausgesetzt ist. Der Ausschuss für Risikomanagement (RMC), dem Experten der Zentralbanken des Eurosystems angeh?ren, tr?gt unter anderem zur überwachung, Messung und Meldung finanzieller Risiken im Zusammenhang mit der Bilanz des Eurosystems bei. Au?erdem legt er die diesbezüglichen Methoden und Rahmenwerke fest und überprüft sie. Auf diese Weise hilft der RMC den Beschlussorganen dabei, einen angemessenen Schutz für das Eurosystem zu gew?hrleisten.

Die finanziellen Risiken der EZB ergeben sich aus ihren Kernt?tigkeiten und den damit verbundenen Engagements. Die daraus resultierenden Risikokontrollma?nahmen und -limite unterscheiden sich nach der Art der Gesch?fte und spiegeln die Politik oder Anlageziele der verschiedenen Portfolios sowie die Risikomerkmale der zugrunde liegenden Verm?genswerte wider.

Zur überwachung und Beurteilung dieser Risiken stützt sich die EZB auf eine Reihe von intern entwickelten Verfahren zur Risikosch?tzung. Diese basieren auf einem Risikosimulationssystem, das Markt- und Kreditrisiken parallel quantifiziert. Die zentralen Modellierungskonzepte, -techniken und -annahmen, auf denen die Risikomessgr??en beruhen, orientieren sich an Branchenstandards und verfügbaren Marktdaten. Die Risiken werden üblicherweise anhand des zu erwartenden Ausfalls (Expected Shortfall – ES)[13] quantifiziert, der unter Zugrundelegung eines Konfidenzniveaus von 99 % über einen Einjahreshorizont gesch?tzt wird. Zur Risikoberechnung werden zwei Ans?tze verwendet: a) der bilanztechnische Ansatz, wonach die Ausgleichsposten aus Neubewertung bei der Ermittlung der Risikosch?tzwerte gem?? allen anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften als Puffer berücksichtigt werden, und b) der finanzielle Ansatz, wonach die Ausgleichsposten aus Neubewertung bei der Risikoberechnung nicht als Puffer berücksichtigt werden. Die EZB berechnet au?erdem andere Risikomessgr??en mit verschiedenen Konfidenzniveaus, führt Sensitivit?ts- und Stresstestszenario-Analysen durch und erstellt l?ngerfristige Projektionen zu Risiken und Ertr?gen, um über die Risiken stets umfassend im Bild zu sein.[14]

Die Risiken, denen die EZB ausgesetzt ist, haben sich im Jahresverlauf insgesamt verringert. Ende 2019 beliefen sich die gesamten finanziellen Risiken, gemessen als ES für ein Konfidenzniveau von 99 % über einen Einjahreshorizont, für alle Portfolios der EZB zusammengenommen bilanztechnisch bewertet auf 8,1 Mrd €. Dieser Wert lag um 1,1 Mrd € unter den Ende 2018 gesch?tzten Risiken. Dieser Rückgang spiegelt geringere W?hrungs- und Zinsrisiken in den Anlageportfolios der EZB, Bonit?tsverbesserungen der Wertpapiere in den Portfolios der EZB sowie Tilgungen von im Rahmen von SMP, CBPP1 und CBPP2 gehaltenen Wertpapieren wider.

Kreditrisiken entstehen aus den zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Portfolios der EZB, ihrem auf Euro lautenden Eigenmittelportfolio und ihren W?hrungsreserven. Wenngleich die zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapiere zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderung erfasst werden und somit keinen Preis?nderungen im Zusammenhang mit Kreditmigrationen unterliegen, sind sie dennoch dem Kreditausfallrisiko ausgesetzt. Die auf Euro lautenden Eigenmittel und W?hrungsreserven werden zu Marktpreisen bewertet und sind daher Kreditmigrations- und Ausfallrisiken ausgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr ist das Kreditrisiko aufgrund von Bonit?tsverbesserungen mehrerer europ?ischer Staatstitel sowie Tilgungen in den SMP-Best?nden gesunken.

Das Kreditrisiko wird vorwiegend durch Zulassungskriterien, Due-Diligence-Verfahren und Limite gemindert, die sich von Portfolio zu Portfolio unterscheiden.

Fremdw?hrungs- und Rohstoffrisiken entstehen aus den W?hrungsreserven und Goldbest?nden der EZB. Das W?hrungsrisiko sank im Vergleich zum Vorjahr aufgrund h?herer Ausgleichsposten aus Neubewertung, die als Puffer gegen negative Wechselkurs- und Goldpreisentwicklungen wirken.

Angesichts der geldpolitischen Bedeutung dieser Verm?genswerte sichert die EZB die damit verbundenen Fremdw?hrungs- und Rohstoffrisiken nicht ab. Stattdessen werden diese Risiken durch die Ausgleichsposten aus Neubewertung und die Diversifizierung der Best?nde über verschiedene W?hrungen und Gold hinweg gemindert.

Die W?hrungsreserven der EZB und die auf Euro lautenden Eigenmittelportfolios sind überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere investiert und einem Marktrisiko aufgrund von Zinsschwankungen ausgesetzt, weil sie zu Marktpreisen bewertet werden. Die W?hrungsreserven der EZB sind vor allem in Verm?genswerte mit vergleichsweise kurzen Laufzeiten investiert (siehe Abbildung 6 in Abschnitt 1.3.1 ?Bilanz“), w?hrend die Verm?genswerte im Eigenmittelportfolio in der Regel eine l?ngere Laufzeit aufweisen (siehe Abbildung 8 in Abschnitt 1.3.1 ?Bilanz“). Bilanztechnisch bewertet ging diese Risikokomponente gegenüber 2018 zurück, was die Entwicklung der Marktbedingungen widerspiegelt.

Das aus der Bewertung zu Marktpreisen resultierende Zins?nderungsrisiko der EZB wird durch Vorgaben zur Portfoliostrukturierung und die Ausgleichsposten aus Neubewertung gemindert.

Die EZB ist zudem dem Zins?nderungsrisiko aufgrund von Inkongruenzen zwischen den Zinsertr?gen aus ihren Verm?genswerten und den für ihre Verbindlichkeiten f?lligen Zinszahlungen ausgesetzt, das sich im Nettozinsertrag niederschl?gt. Dieses Risiko h?ngt nicht direkt mit einem spezifischen Portfolio zusammen, sondern ist eher der Struktur der Bilanz der EZB insgesamt und insbesondere dem Vorhandensein von Inkongruenzen bei Laufzeiten und Renditen von Verm?genswerten und Verbindlichkeiten geschuldet. Es wird mittels Projektionen der Rentabilit?t der EZB überwacht, die zeigen, dass die EZB auch in den kommenden Jahren mit einem positiven Nettozinsertrag rechnen kann.

Diese Art von Risiko wird mit Vorgaben zur Portfoliostrukturierung gesteuert und durch das Bestehen von unverzinsten Verbindlichkeiten in der Bilanz der EZB weiter gemindert.

1.4.2 Operationelles Risiko

Das Management operationeller Risiken[15] (Operational Risk Management – ORM) der EZB umfasst alle nichtfinanziellen Risiken.

Das Direktorium ist für die ORM-Richtlinie und den ORM-Rahmen der EZB verantwortlich und genehmigt diese. Der Ausschuss für operationelle Risiken (Operational Risk Committee – ORC) unterstützt das Direktorium in seiner Aufsichtsfunktion hinsichtlich des Managements operationeller Risiken. ORM ist ein integraler Bestandteil der[16]Governance-Struktur und der Managementprozesse der EZB.

Der ORM-Rahmen der EZB soll vor allem dazu beitragen, dass die EZB ihren Auftrag erfüllt und ihre Ziele erreicht, und gleichzeitig ihren Ruf und ihre Verm?genswerte vor Verlust, Missbrauch und Schaden schützen. Im Rahmen des ORM ist jeder Gesch?ftsbereich für die Ermittlung, Beurteilung, Meldung und überwachung seiner operationellen Risiken, Vorf?lle und Kontrollen sowie diesbezügliche Ma?nahmen verantwortlich. In diesem Zusammenhang bietet die Risikotoleranzpolitik der EZB Orientierungshilfe bezüglich der Strategie zur Risikobew?ltigung und der Verfahren für die Risikoübernahme. Sie ist an eine 5×5-Risikomatrix gekoppelt, die auf den Skalen für Schadensausma? und Eintrittswahrscheinlichkeit basiert (bei denen quantitative und qualitative Kriterien angewandt werden).

Das Umfeld, in dem die EZB agiert, ist von immer komplexeren Bedrohungen gepr?gt, und in ihrem Tagesgesch?ft ist sie vielf?ltigen operationellen Risiken ausgesetzt. Zu den besonderen Problemfeldern der EZB geh?rt u. a. ein breites Spektrum von nichtfinanziellen Risiken, die auf Menschen, Informationen, Systeme, Prozesse und externe Drittanbieter zurückzuführen sind. Deshalb hat die EZB Verfahren eingerichtet, die das laufende und wirksame Management ihrer operationellen Risiken unterstützen und sicherstellen, dass Risikoinformationen in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Darüber hinaus befasst sich die EZB besonders mit der St?rkung ihrer Widerstandsf?higkeit. So wurden Notfallpl?ne erarbeitet, die im Falle von St?rungen den unterbrechungsfreien Betrieb kritischer Gesch?ftsbereiche gew?hrleisten.


2 Jahresabschluss der EZB

2.1 Bilanz zum 31. Dezember 2019

Anmerkungen: Bei den im Jahresabschluss und in den Tabellen der Erl?uterungen angegebenen Summen kann es rundungsbedingt zu Abweichungen kommen. Die Angaben 0 und (0) bezeichnen auf null gerundete positive bzw. negative Betr?ge, w?hrend ein Bindestrich (-) null bezeichnet.


2.2 Gewinn- und Verlustrechnung
für das Gesch?ftsjahr 2019

Frankfurt am Main, 11. Februar 2020
Europ?ische Zentralbank

Christine Lagarde
Pr?sidentin


2.3 Rechnungslegungsgrunds?tze

Form und Darstellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der EZB ist gem?? den folgenden Rechnungslegungsgrunds?tzen[17] aufgestellt worden, mit denen nach Auffassung des EZB-Rats eine angemessene Darstellung des Jahresabschlusses erzielt wird und die zugleich für die T?tigkeit einer Zentralbank angemessen sind.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrunds?tze

Die folgenden Grunds?tze kamen bei der Erstellung des Jahresabschlusses zur Anwendung: Bilanzwahrheit/Bilanzklarheit, Bilanzvorsicht, Berücksichtigung von Ereignissen nach dem Bilanzstichtag, Wesentlichkeit, Unternehmensfortführung, Periodenabgrenzung, Stetigkeit und Vergleichbarkeit.

Ausweis von Aktiva und Passiva

Aktiva bzw. Passiva werden nur dann in der Bilanz ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene künftige wirtschaftliche Nutzen oder Aufwand der EZB zugutekommt bzw. von ihr zu tragen ist, im Wesentlichen alle damit verbundenen Risiken und Nutzen auf die EZB übergegangen sind und die Anschaffungskosten oder der Wert des Verm?gensgegenstands bzw. die H?he der Verpflichtung zuverl?ssig ermittelt werden k?nnen.

Bewertungsansatz

Die Bewertung erfolgt grunds?tzlich zu historischen Anschaffungskosten. Abweichend davon werden marktf?hige Wertpapiere (mit Ausnahme von zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapieren), Gold und alle sonstigen Fremdw?hrungsforderungen und -verbindlichkeiten (einschlie?lich au?erbilanziell geführter Positionen) zum Marktwert ausgewiesen.

Für die Erfassung von Transaktionen in finanziellen Aktiva und Passiva ist der Erfüllungstag ma?geblich.

Mit Ausnahme von Wertpapierkassagesch?ften werden Gesch?fte mit Finanzinstrumenten in Fremdw?hrung am Abschlusstag in Nebenbüchern (au?erbilanziell) erfasst. Am Abwicklungstag werden die au?erbilanziellen Buchungen zurückgebucht, und die Gesch?fte werden in der Bilanz erfasst. Devisenk?ufe und -verk?ufe wirken sich am Abschlusstag auf die Nettow?hrungsposition aus; realisierte Gewinne und Verluste aus Verk?ufen werden ebenfalls zum Abschlusstag berechnet. Aufgelaufene Zinsen und Agio- bzw. Disagiobetr?ge für Finanzinstrumente in Fremdw?hrung werden t?glich berechnet und ausgewiesen, und auch die Fremdw?hrungsposition ?ndert sich durch diese aufgelaufenen Betr?ge t?glich.

Gold, Fremdw?hrungsforderungen und -verbindlichkeiten

Auf Fremdw?hrung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Wechselkurs in Euro umgerechnet. Bei Ertr?gen und Aufwendungen ist der Wechselkurs am Buchungstag ma?geblich. Die Neubewertung von Fremdw?hrungsforderungen und -verbindlichkeiten (einschlie?lich bilanzieller und au?erbilanzieller Instrumente) erfolgt für jede W?hrung gesondert.

Bei der Neubewertung von Fremdw?hrungsforderungen und -verbindlichkeiten werden Marktpreis- und Wechselkurseffekte getrennt behandelt.

Die Goldposition wird zum Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet. Bei der Neubewertung der Goldposition wird nicht zwischen Preis- und Wechselkurseffekten differenziert. Für das Gesch?ftsjahr zum 31. Dezember 2019 erfolgte die bilanzielle Bewertung zum Euro-Preis je Feinunze Gold auf Basis des Umrechnungskurses des Euro zum US-Dollar am 31. Dezember 2019.

Der Wechselkurs eines Sonderziehungsrechts (SZR) beruht auf einem W?hrungskorb. Der Wert eines SZR wird als Summe der Werte der fünf im W?hrungskorb enthaltenen wichtigsten Weltw?hrungen (US-Dollar, Euro, chinesischer Renminbi, japanischer Yen und Pfund Sterling) in entsprechender Gewichtung berechnet. Die SZR-Best?nde der EZB wurden anhand des am 31. Dezember 2019 geltenden Wechselkurses des SZR zum Euro umgerechnet.

Wertpapiere

Zu geldpolitischen Zwecken gehaltene Wertpapiere
Die gegenw?rtig zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapiere werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (abzüglich etwaiger Wertminderung) erfasst.

Sonstige Wertpapiere
Die Bewertung von marktf?higen Wertpapieren (mit Ausnahme von gegenw?rtig zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapieren) und vergleichbaren Forderungen erfolgt entweder zum mittleren Marktpreis oder auf Grundlage der Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag für jedes Wertpapier getrennt. In Wertpapiere eingebettete Optionen werden nicht getrennt bewertet. Für das Gesch?ftsjahr zum 31. Dezember 2019 wurden die mittleren Marktpreise vom 30. Dezember 2019 herangezogen. Nicht marktg?ngige Aktien und sonstige als dauerhafte Anlagen gehaltene Eigenkapitalinstrumente werden zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderung bewertet.

Ergebnisermittlung

Aufwendungen und Ertr?ge werden in derjenigen Periode erfasst, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind.[18] Realisierte Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Fremdw?hrungsbest?nden, Gold und Wertpapieren werden erfolgswirksam verbucht, wobei die durchschnittlichen Anschaffungskosten der jeweiligen Position als Berechnungsgrundlage dienen.

Nicht realisierte Gewinne werden nicht erfolgswirksam erfasst, sondern in der Bilanzposition ?Ausgleichsposten aus Neubewertung“ ausgewiesen.

Nicht realisierte Verluste werden in die Gewinn- und Verlustrechnung eingestellt, wenn sie zum Jahresende die im betreffenden Ausgleichsposten aus Neubewertung erfassten Neubewertungsgewinne aus Vorperioden übersteigen. Nicht realisierte Verluste aus einem Wertpapier, einer W?hrung oder Gold werden nicht mit nicht realisierten Gewinnen aus anderen Wertpapieren, W?hrungen oder Gold verrechnet. Sind nicht realisierte Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung einzustellen, dann werden die durchschnittlichen Anschaffungskosten der jeweiligen Position durch Neuberechnung zum Wechselkurs bzw. Marktpreis zum Jahresultimo herabgesetzt. Am Jahresende in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste nicht realisierte Verluste aus Zinsswaps werden in den Folgejahren amortisiert.

Wertminderungsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in den Folgejahren nicht zurückgebucht, es sei denn, die Wertminderung geht aufgrund der weiteren Entwicklung nachvollziehbar zurück.

Agio- oder Disagiobetr?ge bei Wertpapieren werden über die Restlaufzeit der Wertpapiere abgeschrieben.

Befristete Transaktionen

Befristete Transaktionen sind Gesch?fte, bei denen die EZB Verm?genswerte im Rahmen einer Rückkaufsvereinbarung verkauft (Repo-Gesch?ft) bzw. kauft (Reverse-Repo-Gesch?ft) oder gegen überlassung von Sicherheiten Kredite gew?hrt.

Bei einem Repo-Gesch?ft verkauft die EZB Wertpapiere und verpflichtet sich zugleich, diese Wertpapiere zu einem bestimmten Termin zum dafür vereinbarten Preis wieder vom Gesch?ftspartner zurückzukaufen. Repo-Gesch?fte werden als besicherte Einlagen auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Alle im Rahmen solcher Gesch?fte verkauften Wertpapiere verbleiben in der Bilanz der EZB.

Bei einem Reverse Repo kauft die EZB Wertpapiere und verpflichtet sich gleichzeitig, diese Wertpapiere zu einem bestimmten Termin zum dafür vereinbarten Preis dem Gesch?ftspartner wieder zu verkaufen. Reverse-Repo-Gesch?fte werden als besicherte Kredite auf der Aktivseite der Bilanz erfasst, sind jedoch nicht im Wertpapierbestand der EZB enthalten.

Befristete Transaktionen im Rahmen eines Programms, das von einem Spezialinstitut angeboten wird (einschlie?lich Wertpapierleihgesch?fte), werden nur dann in der Bilanz erfasst, wenn sie mit Barmitteln besichert sind und diese Barmittel noch nicht angelegt wurden.

Au?erbilanzielle Gesch?fte

Devisentermingesch?fte, die Terminseite von Devisenswaps und andere W?hrungsinstrumente, bei denen ein Tausch zwischen zwei W?hrungen an einem zukünftigen Termin vereinbart wird, werden zur Berechnung von Wechselkursgewinnen und -verlusten in die Nettow?hrungsposition einbezogen.

Zinsinstrumente werden einzeln bewertet. Die t?glichen Ver?nderungen von Nachschussleistungen der offenen Zinsterminkontrakte sowie der Zinsswaps, deren Clearing von einem zentralen Kontrahenten durchgeführt wird, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Bewertung von Wertpapiertermingesch?ften und von Zinsswaps, deren Clearing nicht von einem zentralen Kontrahenten durchgeführt wird, beruht auf allgemein anerkannten Bewertungsmethoden, bei denen festgestellte Marktpreise und -kurse sowie die Diskontierungsfaktoren vom Abwicklungs- bis zum Bewertungstag herangezogen werden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bei der Bewertung von Aktiva und Passiva werden Sachverhalte berücksichtigt, die zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag eingetreten sind, an dem das Direktorium die übermittlung des erweiterten Jahresabschlusses der EZB an den EZB-Rat zwecks Feststellung genehmigt, soweit diese Sachverhalte als wesentlich für die Darstellung der Aktiva und Passiva in der Bilanz erachtet werden.

Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die keine Auswirkungen auf die Darstellung der Aktiva und Passiva in der Bilanz haben, werden in den Erl?uterungen angeführt.

Intra-ESZB-Salden/Intra-Eurosystem-Salden

Intra-ESZB-Salden resultieren in erster Linie aus grenzüberschreitenden Zahlungen in der Europ?ischen Union (EU), die in Zentralbankgeld in Euro abgewickelt werden. Diese Transaktionen werden in den meisten F?llen von privaten Wirtschaftssubjekten (d. h. Kreditinstituten, Unternehmen oder Privatpersonen) veranlasst. Sie werden über TARGET2 – das transeurop?ische automatisierte Echtzeit-Brutto-Express-Zahlungssystem – abgewickelt und führen zu bilateralen Salden auf den TARGET2-Konten der Zentralbanken der EU. Die bilateralen Salden werden t?glich verrechnet und der EZB zugewiesen, sodass jede nationale Zentralbank (NZB) eine einzige bilaterale Nettoposition – ausschlie?lich gegenüber der EZB – aufweist. Von der EZB durchgeführte und über TARGET2 abgewickelte Zahlungen wirken sich ebenfalls auf die einzelnen bilateralen Nettopositionen aus. Diese Positionen in den Büchern der EZB entsprechen der Nettoforderung bzw. Nettoverbindlichkeit jeder einzelnen NZB gegenüber dem übrigen Europ?ischen System der Zentralbanken (ESZB). Die Intra-Eurosystem-Salden der NZBen des Euroraums gegenüber der EZB, die sich aus ihrer Teilnahme an TARGET2 ergeben, sowie sonstige auf Euro lautende Intra-Eurosystem-Salden (z. B. Gewinnvorauszahlung der EZB an die NZBen) werden in der Bilanz der EZB als saldierte Forderungen bzw. Verbindlichkeiten entweder unter ?Sonstige Intra-Eurosystem-Forderungen (netto)“ oder ?Sonstige Intra-Eurosystem-Verbindlichkeiten (netto)“ ausgewiesen. Intra-ESZB-Salden der nicht dem Eurosystem angeh?renden NZBen gegenüber der EZB, die sich aus ihrer Teilnahme an TARGET2[19] ergeben, werden unter ?Verbindlichkeiten in Euro gegenüber Ans?ssigen au?erhalb des Euro-W?hrungsgebiets“ erfasst.

Aus der Verteilung von Euro-Banknoten innerhalb des Eurosystems resultierende Intra-Eurosystem-Salden werden als Gesamtnettoforderung unter ?Forderungen im Zusammenhang mit der Verteilung von Euro-Banknoten innerhalb des Eurosystems“ ausgewiesen (siehe ?Banknotenumlauf“ unten).

Intra-Eurosystem-Salden, die sich aus der übertragung von W?hrungsreserven an die EZB im Zuge des Beitritts von NZBen zum Eurosystem ergeben, lauten auf Euro und werden unter ?Verbindlichkeiten aus der übertragung von W?hrungsreserven“ erfasst.

Sachanlagen

Sachanlagen einschlie?lich immaterieller Anlagewerte, ausgenommen Grundstücke und Kunstwerke, werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Grundstücke und Kunstwerke werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Das Hauptgeb?ude der EZB wird zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen und etwaiger Wertminderung bewertet. Was die Abschreibung des EZB-Hauptgeb?udes betrifft, so werden die Kosten den entsprechenden Kategorien von Sachanlagen zugeordnet, die wiederum entsprechend ihrer jeweiligen gesch?tzten Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Abschreibungen werden, beginnend mit dem Quartal, das auf den Zeitpunkt der Nutzungsbereitschaft folgt, linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer vorgenommen. Nachfolgend ist die jeweilige Nutzungsdauer für die wichtigsten Kategorien von Sachanlagen aufgeführt:

Beim aktivierten Herstellungsaufwand für die derzeit angemieteten R?umlichkeiten der EZB wurde die Abschreibungsdauer so angepasst, dass etwaige Ereignisse, die sich auf die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer der betreffenden Sachanlage auswirken, Berücksichtigung finden.

Die EZB überprüft ihr Hauptgeb?ude und ihre Nutzungsrechte im Zusammenhang mit den Bürogeb?uden (siehe ?Leasingverh?ltnisse“ unten) j?hrlich auf Wertminderung gem?? dem International Accounting Standard (IAS) 36 ?Wertminderung von Verm?genswerten“. Ergibt sich dabei ein Hinweis auf eine m?gliche Wertminderung des Verm?genswerts, so wird der erzielbare Betrag gesch?tzt. Ist der erzielbare Betrag niedriger als der Nettobuchwert, so wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ein Wertminderungsaufwand erfasst.

Sachanlagen mit einem Anschaffungswert unter 10 000 € werden im Jahr des Erwerbs abgeschrieben.

Sachanlagen, welche die Aktivierungskriterien erfüllen, sich aber derzeit noch in Bau oder in Entwicklung befinden, werden in der Position ?In Bau befindliche Anlagen“ erfasst. Ab dem Zeitpunkt der Nutzungsbereitschaft werden die diesbezüglichen Betr?ge umgebucht und unter Sachanlagen ausgewiesen.

Leasingverh?ltnisse

Bei Leasingverh?ltnissen im Zusammenhang mit Sachanlagen werden die damit verbundenen Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten ab dem Beginn der Laufzeit des Leasingverh?ltnisses in der Bilanz jeweils unter ?Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte“ bzw. ?Sonstiges“ (Verbindlichkeiten) erfasst.

Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Au?erdem werden die Nutzungsrechte im Zusammenhang mit Bürogeb?uden abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet (für mehr Informationen zum j?hrlichen Werthaltigkeitstest siehe ?Sachanlagen“ oben). Abschreibungen werden, beginnend mit der Laufzeit des Leasingverh?ltnisses entweder bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Nutzungsrechts oder bis zum Ende des Leasingverh?ltnisses, je nachdem, was früher eintritt, linear berechnet.

Die Leasingverbindlichkeit wird zun?chst zum Barwert künftiger Leasingzahlungen bewertet (Zusammensetzung nur aus Leasingkomponenten), abgezinst anhand des Grenzfremdkapitalzinssatzes. Danach wird die Leasingverbindlichkeit zum fortgeführten Einstandswert unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Der damit verbundene Zinsaufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter ?Sonstige Zinsaufwendungen“ erfasst. Kommt es aufgrund einer Ver?nderung bei einem Index oder einer anderen Neubewertung des bestehenden Vertrags zu einer ?nderung der künftigen Leasingzahlungen, so wird die Leasingverbindlichkeit neu bewertet. Jede derartige Neubewertung führt zu einer entsprechenden Anpassung des Buchwerts des Nutzungsrechts.

Kurzfristige Leasingverh?ltnisse mit einer Dauer von bis zu 12 Monaten und Leasingverh?ltnisse in Bezug auf geringwertige Verm?genswerte, d. h. unter 10 000 €, (im Einklang mit dem Schwellenwert für die Erfassung von Sachanlagen) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwendungen erfasst.

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses, andere langfristig f?llige Leistungen sowie Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses

Die EZB unterh?lt für ihre Mitarbeiter sowie für Direktoriumsmitglieder und die bei der EZB besch?ftigten Mitglieder des Aufsichtsgremiums leistungsorientierte Versorgungspl?ne.

Der Versorgungsplan für die Mitarbeiter wird über einen eigenen langfristig ausgelegten Fonds zur Erfüllung von Leistungen an Arbeitnehmer finanziert. Die Pflichtbeitr?ge der EZB und der Mitarbeiter finden in der leistungsorientierten S?ule des Plans ihren Niederschlag. Mitarbeiter k?nnen im Rahmen einer beitragsorientierten S?ule auf freiwilliger Basis zus?tzliche Beitr?ge leisten, um Ansprüche auf zus?tzliche Leistungen zu erwerben.[20] Diese zus?tzlichen Leistungen richten sich nach der H?he der freiwillig gezahlten Beitr?ge und den mit diesen Beitr?gen erzielten Investitionsertr?gen.

Für Direktoriumsmitglieder und die bei der EZB besch?ftigten Mitglieder des Aufsichtsgremiums bestehen Vereinbarungen ohne Fondsdeckung für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses sowie andere langfristig f?llige Leistungen. Für die Mitarbeiter bestehen ebenfalls Vereinbarungen ohne Fondsdeckung für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses (ohne Pensionsbezüge) sowie andere langfristig f?llige Leistungen und Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses.

Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungspl?nen
Die Verbindlichkeit, die hinsichtlich der leistungsorientierten Versorgungspl?ne einschlie?lich anderer langfristig f?lliger Leistungen und Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses in der Bilanz unter ?Sonstiges“ (Verbindlichkeiten) ausgewiesen wird, entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur Finanzierung der betreffenden Verpflichtung eingesetzten Planverm?gens.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird j?hrlich von unabh?ngigen Aktuaren auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens berechnet. Zur Ermittlung des Barwerts werden die gesch?tzten künftigen Zahlungsstr?me abgezinst, wobei der verwendete Zinssatz anhand der am Bilanzstichtag geltenden Marktrenditen erstklassiger Euro-Unternehmensanleihen mit ?hnlicher F?lligkeit bestimmt wird.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste k?nnen infolge erfahrungsbedingter Anpassungen (Abweichungen der Ist-Werte von den getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen) entstehen oder aus ?nderungen der versicherungsmathematischen Annahmen resultieren.

Nettoaufwand für leistungsorientierte Versorgungspl?ne
Der Nettoaufwand für leistungsorientierte Versorgungspl?ne unterteilt sich in Komponenten, die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden, und Neubewertungen in Bezug auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses, die in der Bilanz unter ?Ausgleichsposten aus Neubewertung“ erfasst werden.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisende Nettobetrag setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  1. dem laufenden Dienstzeitaufwand (dem Barwert der im Berichtsjahr erworbenen Leistungsansprüche)
  2. dem aus Plan?nderungen resultierenden nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand
  3. der Nettoverzinsung zum Abzinsungssatz der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungspl?nen sowie
  4. den Neubewertungen bezüglich der anderen langfristig f?lligen Leistungen und gegebenenfalls Leistungen langfristiger Art aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses insgesamt.

Der unter ?Ausgleichsposten aus Neubewertung“ ausgewiesene Nettobetrag setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

  1. den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus der leistungsorientierten Verpflichtung
  2. den tats?chlichen Ertr?gen aus dem Planverm?gen abzüglich der Betr?ge, die in der Nettoverzinsung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungspl?nen enthalten sind, sowie
  3. einer etwaigen Ver?nderung bei der Auswirkung der Verm?gensobergrenze abzüglich der Betr?ge, die in der Nettoverzinsung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungspl?nen enthalten sind.

Die diesbezüglichen Betr?ge werden j?hrlich von unabh?ngigen Aktuaren bewertet und im Jahresabschluss entsprechend ausgewiesen.

Banknotenumlauf

Die EZB sowie die NZBen des Euroraums, die zusammen das Eurosystem bilden, sind mit der Ausgabe von Euro-Banknoten betraut.[21] Der Gesamtwert des Euro-Banknotenumlaufs wird jeweils am letzten Arbeitstag im Monat entsprechend dem Banknoten-Verteilungsschlüssel auf die Zentralbanken des Eurosystems verbucht.[22]

Der auf die EZB entfallende Anteil am gesamten Euro-Banknotenumlauf in H?he von 8 % wird auf der Passivseite der Bilanz unter der Position ?Banknotenumlauf“ ausgewiesen. Dieser Position stehen entsprechende Forderungen an die NZBen gegenüber. Diese Forderungen werden verzinst[23] und in der Unterposition ?Intra-Eurosystem-Forderungen: Forderungen im Zusammenhang mit der Verteilung von Euro-Banknoten innerhalb des Eurosystems“ ausgewiesen (siehe ?Intra-ESZB-Salden/Intra-Eurosystem-Salden“ oben). Die Zinsertr?ge aus diesen Forderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position ?Zinsertr?ge aus der Verteilung von Euro-Banknoten innerhalb des Eurosystems“ erfasst.

Gewinnvorauszahlung

Ein Betrag in H?he der Summe der Einkünfte der EZB aus dem Euro-Banknotenumlauf und der Einkünfte aus den zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapieren, die im Rahmen a) des Programms für die Wertpapierm?rkte, b) des dritten Programms zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen, c) des Programms zum Ankauf von Asset-Backed Securities und d) des Programms zum Ankauf von Wertpapieren des ?ffentlichen Sektors erworben wurden, wird im Januar des Folgejahres im Wege einer Gewinnvorauszahlung verteilt, sofern der EZB-Rat keine anderslautende Entscheidung trifft.[24] Der Betrag wird in voller H?he ausgezahlt, es sei denn, er liegt über dem Jahresüberschuss der EZB. Au?erdem kann der EZB-Rat beschlie?en, der Rückstellung für finanzielle Risiken Mittel zuzuführen. Der EZB-Rat kann zudem beschlie?en, den im Januar auszuschüttenden Betrag der Einkünfte aus dem Euro-Banknotenumlauf um den Betrag der Kosten der EZB für die Banknotenausgabe und -bearbeitung zu kürzen.

?nderungen von Rechnungslegungsgrunds?tzen

Bis Ende 2018 erfasste die EZB Kosten im Zusammenhang mit Mietvertr?gen über die Vertragsdauer hinweg in der Gewinn- und Verlustrechnung unter ?Verwaltungsaufwendungen“. Angesichts der Ver?ffentlichung des internationalen Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standard – IFRS) 16 ?Leasingverh?ltnisse“ hat die EZB ihren Rechnungslegungsgrundsatz mit Wirkung vom 1. Januar 2019 ge?ndert. Zu Beginn der Anwendung hat die EZB eine Neubewertung aller Mietvertr?ge vorgenommen, einschlie?lich für Sachanlagen, um festzustellen, ob sie der Definition eines Leasingverh?ltnisses gem?? dem neuen Rechnungslegungsgrundsatz entsprechen. Die ermittelten Leasingverh?ltnisse wurden über den modifizierten retrospektiven Ansatz erfasst, nach dem ein Nutzungsrecht der damit verbundenen Leasingverbindlichkeit entspricht. Daher wurden die Vergleichsinformationen nicht neu angepasst.

Die in der Bilanz zum 1. Januar 2019 unter ?Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte“ sowie ?Sonstiges“ (Verbindlichkeiten) erfassten Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Die damit verbundenen Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter ?Sonstige Zinsaufwendungen“ und ?Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte“ erfasst.

Sonstiges

Als externer Rechnungsprüfer der EZB wurde für den Fünfjahreszeitraum bis zum Ende des Gesch?ftsjahres 2022 die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf) bestellt. Die Bestellung erfolgte gem?? Artikel 27 der ESZB-Satzung auf Empfehlung des EZB-Rats mit Billigung durch den Rat der EU. Dieser Fünfjahreszeitraum kann um zwei weitere Gesch?ftsjahre verl?ngert werden.


2.4 Erl?uterungen zur Bilanz

Erl?uterung 1 – Gold und Goldforderungen

Am 31. Dezember 2019 hielt die EZB 16 229 522 Unzen[25] Feingold, deren Marktwert sich auf 21 976 Mio € belief (2018: 18 193 Mio €). 2019 wurden keine Goldtransaktionen durchgeführt, daher blieben die Best?nde der EZB gegenüber dem 31. Dezember 2018 unver?ndert. Die Zunahme des Euro-Gegenwerts dieser Best?nde war auf den Anstieg des Goldpreises in Euro im Berichtsjahr zurückzuführen (siehe ?Gold, Fremdw?hrungsforderungen und -verbindlichkeiten“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“ sowie Erl?uterung 14 ?Ausgleichsposten aus Neubewertung“).

Erl?uterung 2 – Forderungen in Fremdw?hrung an Ans?ssige au?erhalb des Euro-W?hrungsgebiets sowie an Ans?ssige im Euro-W?hrungsgebiet

Erl?uterung 2.1 – Forderungen an den IWF

In dieser Position werden die Best?nde der EZB an SZR zum 31. Dezember 2019 ausgewiesen. Sie belief sich auf 710 Mio € (2018: 692 Mio €). Sie ergibt sich aus Transaktionen des Internationalen W?hrungsfonds (IWF), der von der EZB autorisiert ist, in ihrem Namen innerhalb einer vereinbarten Bandbreite SZR gegen Euro zu kaufen bzw. zu verkaufen. Bilanztechnisch werden SZR wie Fremdw?hrungen behandelt (siehe ?Gold, Fremdw?hrungsforderungen und -verbindlichkeiten“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“). Die Erh?hung des Werts der Best?nde der EZB an SZR war auf die Aufwertung der SZR gegenüber dem Euro und die Zinsertr?ge im Berichtsjahr zurückzuführen.

Erl?uterung 2.2 – Guthaben bei Banken, Wertpapieranlagen, Auslandskredite und sonstige Auslandsaktiva sowie Forderungen in Fremdw?hrung an Ans?ssige im Euro-W?hrungsgebiet

Diese beiden Positionen bestehen aus Guthaben bei Banken, Fremdw?hrungskrediten sowie Wertpapieranlagen in US-Dollar, japanischen Yen und chinesischen Renminbi.

Der Gesamtwert dieser Positionen stieg im Jahr 2019 an. Die Gründe dafür waren die Wiederanlage der im Jahresverlauf überwiegend aus dem US-Dollar-Portfolio erzielten Einkünfte und die Aufwertung des US-Dollar und des japanischen Yen gegenüber dem Euro.

Die Nettofremdw?hrungsbest?nde der EZB[26] beliefen sich zum 31. Dezember 2019 auf:

Erl?uterung 3 – Sonstige Forderungen in Euro an Kreditinstitute im Euro-W?hrungsgebiet

Zum 31. Dezember 2019 umfasste diese Position Giroeinlagen bei im Euroraum ans?ssigen Gesch?ftspartnern in H?he von 109 Mio € (2018: 300 Mio €).

Erl?uterung 4 – Wertpapiere in Euro von Ans?ssigen im Euro-W?hrungsgebiet

Erl?uterung 4.1 – Zu geldpolitischen Zwecken gehaltene Wertpapiere

Zum 31. Dezember 2019 enthielt diese Position Wertpapiere, welche die EZB im Rahmen der drei Programme zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen (CBPP), des Programms für die Wertpapierm?rkte (SMP), des Programms zum Ankauf von Asset-Backed Securities (ABSPP) und des Programms zum Ankauf von Wertpapieren des ?ffentlichen Sektors (PSPP) erworben hatte.[27]

Die Ank?ufe im Rahmen des ersten CBPP wurden am 30. Juni 2010 abgeschlossen, das zweite CBPP endete am 31. Oktober 2012. Der EZB-Rat beschloss am 6. September 2012, keine weiteren Ank?ufe im Rahmen des SMP zu t?tigen.

Am 1. November 2019 nahm das Eurosystem seine Nettoank?ufe von Wertpapieren im Rahmen des Programms zum Ankauf von Verm?genswerten (APP)[28] in einem monatlichen Umfang von durchschnittlich 20 Mrd € wieder auf. Dem ging ein Zeitraum von 10 Monaten seit Ende 2018 voraus, in dem das Eurosystem die Tilgungsbetr?ge der im Rahmen des APP erworbenen Wertpapiere lediglich bei F?lligkeit vollumf?nglich wieder anlegte. Der EZB-Rat geht davon aus, dass die Nettoank?ufe so lange fortgesetzt werden, wie es für die Verst?rkung der akkommodierenden Wirkung seiner Leitzinsen erforderlich ist, und dass sie beendet werden, kurz bevor er mit der Erh?hung der EZB-Leitzinsen beginnt. Der EZB-Rat beabsichtigt au?erdem, die Wiederanlage der oben genannten Tilgungsbetr?ge für l?ngere Zeit, über den Zeitpunkt hinaus, zu dem der EZB-Rat mit der Erh?hung der Leitzinsen beginnt, fortzusetzen und in jedem Fall so lange wie erforderlich, um günstige Liquidit?tsbedingungen und eine umfangreiche geldpolitische Akkommodierung aufrechtzuerhalten.

Die im Rahmen der genannten Programme angekauften Wertpapiere werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet (siehe ?Wertpapiere“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“).

Nachfolgend sind die fortgeführten Anschaffungskosten der von der EZB gehaltenen Wertpapiere sowie deren Marktwert[29] (der nicht in der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen und lediglich zu Vergleichszwecken angegeben wird) aufgeführt:

Der Rückgang des Werts der fortgeführten Anschaffungskosten in den Portfolios aus dem ersten und zweiten CBPP sowie dem SMP war auf Tilgungen zurückzuführen. Der Rückgang des Werts der fortgeführten Anschaffungskosten der Wertpapiere aus dem PSPP war auf das Nettoergebnis der Amortisierung von Disagio- und Agiobetr?gen zurückzuführen, durch die die in den letzten beiden Monaten 2019 durchgeführten Nettoank?ufe mehr als ausgeglichen wurden.

Der EZB-Rat beurteilt regelm??ig die finanziellen Risiken im Zusammenhang mit den Wertpapieren, die im Rahmen dieser Programme gehalten werden.

Auf Basis der Daten zum Jahresende werden j?hrliche Werthaltigkeitstests durchgeführt und vom EZB-Rat verabschiedet. Im Rahmen dieser Tests werden Hinweise auf eine m?gliche Wertminderung für jedes Programm separat geprüft. Bei Hinweisen auf eine m?gliche Wertminderung wurden zus?tzliche Analysen durchgeführt, um eine wertminderungsbedingte Beeintr?chtigung der Cashflows der zugrunde liegenden Wertpapiere ausschlie?en zu k?nnen. Basierend auf den Ergebnissen der diesj?hrigen Werthaltigkeitstests stellte die EZB bei ihren im Jahr 2019 zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapierportfolios keine Verluste fest.

Erl?uterung 5 – Intra-Eurosystem-Forderungen

Erl?uterung 5.1 – Forderungen im Zusammenhang mit der Verteilung von Euro-Banknoten innerhalb des Eurosystems

In dieser Position werden jene Forderungen der EZB gegenüber den NZBen des Euroraums erfasst, die sich im Zusammenhang mit der Verteilung der Euro-Banknoten innerhalb des Eurosystems ergeben (siehe ?Banknotenumlauf“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“). Sie beliefen sich zum 31. Dezember 2019 auf 103 420 Mio € (2018: 98 490 Mio €). Die Zinszahlungen für diese Forderungen werden t?glich zum jeweils geltenden marginalen Zinssatz berechnet, der bei den Tenderoperationen des Eurosystems für seine Hauptrefinanzierungsgesch?fte[30] Anwendung findet (siehe Erl?uterung 22.2 ?Zinsertr?ge aus der Verteilung von Euro-Banknoten innerhalb des Eurosystems“).

Erl?uterung 6 – Sonstige Aktiva

Erl?uterung 6.1 – Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte

Diese Position gliederte sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt:

Ab dem 1. Januar 2019 erfasste die EZB unter ?Nutzungsrechte an Geb?uden“ haupts?chlich angemietete Bürogeb?ude und unter ?Nutzungsrechte an Betriebs-/Gesch?ftsausstattung“ die damit verbundenen Betriebseinrichtungen der Geb?ude sowie Büroger?te und sonstige Ausstattung.

Für das EZB-Hauptgeb?ude und die Nutzungsrechte an Bürogeb?uden wurde zum Jahresende ein Werthaltigkeitstest durchgeführt; ein Wertminderungsaufwand wurde nicht erfasst.

Erl?uterung 6.2 – Sonstige finanzielle Verm?genswerte

Diese Position umfasst in erster Linie die Anlage der Eigenmittel der EZB, die als Gegenposten zu Kapital und Rücklagen sowie zur Rückstellung für finanzielle Risiken gehalten werden. Sie beinhaltet zudem 3 211 Aktien an der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die zu den Anschaffungskosten von 42 Mio € ausgewiesen sind.

Diese Position setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Die im Jahr 2019 verzeichnete Nettozunahme dieser Position war haupts?chlich auf die Reinvestition der im Eigenmittelportfolio der EZB generierten Zinsertr?ge und den Anstieg des Marktwerts der Wertpapiere in diesem Portfolio zurückzuführen.

Erl?uterung 6.3 – Neubewertungsposten aus au?erbilanziellen Gesch?ften

In dieser Position sind die Bewertungs?nderungen der am 31. Dezember 2019 offenen Swap- und Termingesch?fte in Fremdw?hrung ausgewiesen (siehe Erl?uterung 19 ?Devisenswap- und Devisentermingesch?fte“). Die Bewertungs?nderungen beliefen sich auf 619 Mio € (2018: 578 Mio €) und ergeben sich aus der Umrechnung dieser Gesch?fte in ihren Euro-Gegenwert zu dem am Bilanzstichtag geltenden Wechselkurs gegenüber dem Euro-Gegenwert, der aus der Umrechnung der Gesch?fte zu den Durchschnittskosten der jeweiligen Fremdw?hrung an diesem Tag resultiert (siehe ?Au?erbilanzielle Gesch?fte“ sowie ?Gold, Fremdw?hrungsforderungen und -verbindlichkeiten“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“).

Erl?uterung 6.4 – Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Am 31. Dezember 2019 belief sich diese Position auf 2 572 Mio € (2018: 2 738 Mio €). Sie umfasste vorwiegend abgegrenzte Kuponzinsen aus Wertpapieranlagen, einschlie?lich beim Erwerb gezahlter und noch ausstehender Zinsen, in H?he von 2 431 Mio € (2018: 2 589 Mio €) (siehe Erl?uterung 2.2 ?Guthaben bei Banken, Wertpapieranlagen, Auslandskredite und sonstige Auslandsaktiva sowie Forderungen in Fremdw?hrung an Ans?ssige im Euro-W?hrungsgebiet“, Erl?uterung 4 ?Wertpapiere in Euro von Ans?ssigen im Euro-W?hrungsgebiet“ und Erl?uterung 6.2 ?Sonstige finanzielle Verm?genswerte“).

In dieser Position werden darüber hinaus a) abgegrenzte Ertr?ge aus gemeinsamen Eurosystem-Projekten (siehe Erl?uterung 27 ?Sonstige Ertr?ge“), b) verschiedene Vorauszahlungen sowie c) abgegrenzte Zinsertr?ge aus sonstigen finanziellen Verm?genswerten und Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Erl?uterung 6.5 – Sonstiges

Am 31. Dezember 2019 belief sich diese Position auf 2 221 Mio € (2018: 2 039 Mio €), und sie umfasste vorwiegend die abgegrenzten Gewinnvorauszahlungen der EZB in H?he von 1 431 Mio € (2018: 1 191 Mio €) (siehe ?Gewinnvorauszahlung“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“ und Erl?uterung 11.2 ?Sonstige Intra-Eurosystem-Verbindlichkeiten (netto)“).

Sie enthielt zudem Salden in H?he von 757 Mio € (2018: 567 Mio €) im Zusammenhang mit am 31. Dezember 2019 offenen Swap- und Termingesch?ften in Fremdw?hrung. Diese Salden sind das Ergebnis der Umrechnung dieser Gesch?fte in ihren Euro-Gegenwert zu den Durchschnittskosten der jeweiligen W?hrung am Bilanzstichtag gegenüber dem Euro-Gegenwert, zu dem die Transaktionen ursprünglich ausgewiesen wurden (siehe ?Au?erbilanzielle Gesch?fte“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“).

Zum 31. Dezember 2018 enthielt diese Position zudem einen Betrag in H?he von 244 Mio €, der den f?lligen j?hrlichen Aufsichtsgebühren der beaufsichtigten Institute entspricht, da die EZB den beaufsichtigten Unternehmen diese Gebühren im Dezember 2018 mit einem F?lligkeitstermin im Januar 2019 in Rechnung stellte. Die Aufsichtsgebühren für das laufende Jahr wurden im Oktober 2019 mit einem F?lligkeitstermin im Dezember 2019 in Rechnung gestellt und daher wurde der Gro?teil davon innerhalb desselben Gesch?ftsjahrs erhoben.

Erl?uterung 7 – Banknotenumlauf

Der in dieser Position ausgewiesene Betrag entspricht dem Anteil der EZB (8 %) am gesamten Euro-Banknotenumlauf (siehe ?Banknotenumlauf“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“). Er belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 103 420 Mio € (2018: 98 490 Mio €).

Erl?uterung 8 – Sonstige Verbindlichkeiten in Euro gegenüber Kreditinstituten im Euro-W?hrungsgebiet

Die Zentralbanken des Eurosystems k?nnen für ihre PSPP-Wertpapierleihgesch?fte Barsicherheiten akzeptieren, ohne dass diese Mittel reinvestiert werden müssen. Im Falle der EZB werden diese Gesch?fte über ein Spezialinstitut abgewickelt.

Zum 31. Dezember 2019 belief sich der ausstehende Betrag dieser PSPP-Wertpapierleihgesch?fte mit Kreditinstituten im Euro-W?hrungsgebiet auf 1 325 Mio € (2018: 1 399 Mio €). Als Sicherheit erhaltene Barmittel wurden auf TARGET2-Konten übertragen. Da die Barmittel zum Jahresende noch nicht angelegt waren, wurden diese Transaktionen in der Bilanz ausgewiesen (siehe ?Befristete Transaktionen“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“).[31]

Erl?uterung 9 – Verbindlichkeiten in Euro gegenüber sonstigen Ans?ssigen im Euro-W?hrungsgebiet

Erl?uterung 9.1 – Sonstige Verbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2019 belief sich diese Position auf 20 466 Mio € (2018: 9 152 Mio €). Sie enth?lt Einlagen der Europ?ischen Finanzstabilit?tsfazilit?t (European Financial Stability Facility – EFSF) und des Europ?ischen Finanzstabilit?tsmechanismus (European Stability Mechanism – ESM). Gem?? Artikel 21 der ESZB-Satzung kann die EZB als Fiskalagent für Organe, Einrichtungen oder sonstige Stellen der Union, Zentralregierungen, regionale oder lokale Gebietsk?rperschaften oder andere ?ffentlich-rechtliche K?rperschaften, sonstige Einrichtungen des ?ffentlichen Rechts oder ?ffentliche Unternehmen der Mitgliedstaaten t?tig werden.

Diese Position enth?lt au?erdem von der EZB akzeptierte Einlagen oder Zahlungen von Mitgliedern oder für Mitglieder von EURO1 und RT1[32], die als Sicherungsfonds für EURO1 oder zur Unterstützung der Abwicklung in RT1 verwendet werden.

Erl?uterung 10 – Verbindlichkeiten in Euro gegenüber Ans?ssigen au?erhalb des Euro-W?hrungsgebiets

Zum 31. Dezember 2019 belief sich diese Position auf 7 245 Mio € (2018: 10 361 Mio €). Gr??ter Posten war ein Betrag in H?he von 3 350 Mio € (2018: 3 682 Mio €) aus dem unbefristeten wechselseitigen W?hrungsabkommen mit der Federal Reserve Bank of New York. Im Rahmen dieses Abkommens stellt das Federal Reserve System der EZB US-Dollar im Wege von Swapgesch?ften zur Verfügung, um den Gesch?ftspartnern des Eurosystems kurzfristige Refinanzierung in US-Dollar bereitzustellen. Die EZB geht ihrerseits Back-to-back-Swapgesch?fte mit NZBen des Eurogebiets ein, welche die hieraus resultierenden Mittel nutzen, um mit Gesch?ftspartnern des Eurosystems liquidit?tszuführende Gesch?fte in US-Dollar in Form von befristeten Transaktionen durchzuführen. Die Back-to-back-Swapgesch?fte führen zu Intra-Eurosystem-Salden zwischen der EZB und den NZBen (siehe Erl?uterung 11.2 ?Sonstige Intra-Eurosystem-Verbindlichkeiten (netto)“). Darüber hinaus erwachsen aus den mit dem Federal Reserve System und den NZBen des Euroraums durchgeführten Swapgesch?ften Forderungen und Verbindlichkeiten aus Termingesch?ften, die au?erbilanziell erfasst werden (siehe Erl?uterung 19 ?Devisenswap- und Devisentermingesch?fte“).

Diese Position enth?lt zudem einen Betrag in H?he von 3 271 Mio € (2018: 4 619 Mio €), der sich aus Salden auf Konten zusammensetzt, welche die EZB für Zentralbanken au?erhalb des Euroraums führt. Diese Salden sind das Ergebnis bzw. der Gegenposten von über TARGET2 abgewickelten Transaktionen. Der Rückgang dieser Salden im Jahr 2019 ist auf Zahlungen von Ans?ssigen au?erhalb des Euro-W?hrungsgebiets an Ans?ssige im Euro-W?hrungsgebiet zurückzuführen.

Auf den verbleibenden Anteil dieser Position entf?llt ein Betrag von 625 Mio € (2018: 2 059 Mio €) aus offenen PSPP-Wertpapierleihgesch?ften mit Ans?ssigen au?erhalb des Euro-W?hrungsgebiets, bei denen in Form von Barmitteln erhaltene Sicherheiten auf TARGET2-Konten übertragen wurden (siehe Erl?uterung 8 ?Sonstige Verbindlichkeiten in Euro gegenüber Kreditinstituten im Euro-W?hrungsgebiet“).

Erl?uterung 11 – Intra-Eurosystem-Forderungen

Erl?uterung 11.1 – Verbindlichkeiten aus der übertragung von W?hrungsreserven

In dieser Position sind die Verbindlichkeiten ausgewiesen, welche die EZB im Rahmen der übertragung der W?hrungsreserven durch NZBen des Euroraums im Zuge des Beitritts der Notenbanken zum Eurosystem eingegangen ist. Gem?? Artikel 30.2 der Satzung des ESZB werden diese Beitr?ge entsprechend dem jeweiligen Anteil der NZBen am gezeichneten Kapital der EZB festgesetzt. Nach der fünfj?hrlichen Anpassung der Gewichtsanteile der NZBen am Schlüssel für die Zeichnung des Kapitals der EZB zum 1. Januar 2019 hat sich der Gewichtsanteil der NZBen des Euro-W?hrungsgebiets am gezeichneten Kapital der EZB verringert (siehe Erl?uterung 15 ?Kapital und Rücklagen“). Dies führte zu einer Verringerung dieser Verbindlichkeiten um 448 Mio € auf 40 344 Mio €, wie aus der nachstehenden Tabelle hervorgeht.

Die Verzinsung dieser Verbindlichkeiten wird auf Tagesbasis zum jeweils geltenden marginalen Zinssatz berechnet, der bei den Tenderoperationen des Eurosystems für seine Hauptrefinanzierungsgesch?fte Anwendung findet, vermindert um einen Abschlag für die unverzinsten Goldbest?nde (siehe Erl?uterung 22.3 ?Zinsaufwendungen aufgrund der Forderungen der NZBen aus übertragenen W?hrungsreserven“).

Erl?uterung 11.2 – Sonstige Intra-Eurosystem-Verbindlichkeiten (netto)

Diese Position umfasste im Jahr 2019 die TARGET2-Verrechnungssalden der NZBen des Euroraums gegenüber der EZB und die Verbindlichkeiten gegenüber den NZBen des Euroraums im Zusammenhang mit der Gewinnvorauszahlung der EZB (siehe ?Intra-ESZB-Salden/Intra-Eurosystem-Salden“ bzw. ?Gewinnvorauszahlung“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“).

Der Rückgang in den Netto-Verbindlichkeiten aus dem TARGET2-Zahlungsverkehr ist vorwiegend auf a) den Anstieg der von der EZB in ihrer Rolle als Fiskalagent akzeptierten Einlagen (siehe Erl?uterung 9 ?Verbindlichkeiten in Euro gegenüber sonstigen Ans?ssigen im Euro-W?hrungsgebiet“), b) Zinsertr?ge aus zu geldpolitischen Zwecken gehaltenen Wertpapieren sowie c) Tilgungen von Wertpapieren, die im Rahmen des SMP und der ersten beiden Programme zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen gekauft und über TARGET2-Konten abgewickelt wurden, zurückzuführen. Die Auswirkungen dieser Faktoren wurden teilweise ausgeglichen durch a) ebenfalls über TARGET2-Konten abgewickelte Nettoank?ufe im Rahmen des APP, b) die Gewinnvorauszahlung der EZB für 2018, c) den Rückgang von in Form von Barmitteln erhaltenen Sicherheiten für PSPP-Wertpapierleihgesch?fte (siehe Erl?uterung 8 ?Sonstige Verbindlichkeiten in Euro gegenüber Kreditinstituten im Euro-W?hrungsgebiet“ und Erl?uterung 10 ?Verbindlichkeiten in Euro gegenüber Ans?ssigen au?erhalb des Euro-W?hrungsgebiets“) sowie d) über TARGET2-Konten abgewickelte Zahlungen von Ans?ssigen im Euro-W?hrungsgebiet an Ans?ssige au?erhalb des Euro W?hrungsgebiets (siehe Erl?uterung 10 ?Verbindlichkeiten in Euro gegenüber Ans?ssigen au?erhalb des Euro-W?hrungsgebiets“).

Die Verzinsung von TARGET2-Positionen wird – mit Ausnahme von Salden aus Back-to-back-Swapgesch?ften im Zusammenhang mit liquidit?tszuführenden Transaktionen in US-Dollar – t?glich zum jeweils geltenden marginalen Zinssatz berechnet, der bei den Tenderoperationen des Eurosystems für seine Hauptrefinanzierungsgesch?fte Anwendung findet.

Erl?uterung 12 – Sonstige Verbindlichkeiten

Erl?uterung 12.1 – Neubewertungsposten aus au?erbilanziellen Gesch?ften

In dieser Position sind die Bewertungs?nderungen der am 31. Dezember 2019 offenen Swap- und Termingesch?fte in Fremdw?hrung ausgewiesen (siehe Erl?uterung 19 ?Devisenswap- und Devisentermingesch?fte“). Die Bewertungs?nderungen beliefen sich auf 709 Mio € (2018: 641 Mio €) und ergeben sich aus der Umrechnung dieser Gesch?fte in ihren Euro-Gegenwert zu dem am Bilanzstichtag geltenden Wechselkurs gegenüber dem Euro-Gegenwert, der aus der Umrechnung der Gesch?fte zu den Durchschnittskosten der jeweiligen Fremdw?hrung an diesem Tag resultiert (siehe ?Au?erbilanzielle Gesch?fte“ sowie ?Gold, Fremdw?hrungsforderungen und -verbindlichkeiten“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“).

Erl?uterung 12.2 – Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Diese Position setzte sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt zusammen:

Erl?uterung 12.3 – Sonstiges

Am 31. Dezember 2019 belief sich diese Position auf 2 188 Mio € (2018: 1 178 Mio €). Sie enthielt Salden in H?he von 662 Mio € (2018: 580 Mio €) im Zusammenhang mit Swap- und Termingesch?ften in Fremdw?hrung, die am 31. Dezember 2019 offen waren (siehe Erl?uterung 19 ?Devisenswap- und Devisentermingesch?fte“). Diese Salden waren das Ergebnis der Umrechnung dieser Gesch?fte in ihren Euro-Gegenwert zu den Durchschnittskosten der jeweiligen W?hrung am Bilanzstichtag gegenüber dem Euro-Gegenwert, zu dem die Transaktionen ursprünglich ausgewiesen wurden (siehe ?Au?erbilanzielle Gesch?fte“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“).

Die Position enthielt au?erdem eine Leasingverbindlichkeit in H?he von 232 Mio €, die auf die Umsetzung des neuen Rechnungslegungsgrundsatzes vom 1. Januar 2019 zurückzuführen ist (siehe ?Leasingverh?ltnisse“ und ??nderungen von Rechnungslegungsgrunds?tzen“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“).

Zus?tzlich war in dieser Position die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungspl?nen der EZB im Zusammenhang mit Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses sowie anderen langfristig f?lligen Leistungen für ihre Mitarbeiter, Direktoriumsmitglieder und die bei der EZB besch?ftigten Mitglieder des Aufsichtsgremiums erfasst. Enthalten sind au?erdem die Leistungen für EZB-Mitarbeiter aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses.

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses, andere langfristig f?llige Leistungen sowie Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses

Bilanz
Die in der Bilanz unter ?Sonstiges“ (Verbindlichkeiten) ausgewiesenen Betr?ge für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses, andere langfristig f?llige Leistungen sowie Leistungen für Mitarbeiter aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses setzten sich wie folgt zusammen:

Anmerkung: Die jeweiligen Betr?ge für das Direktorium und das Aufsichtsgremium werden in der Spalte ?Leitungsgremien“ erfasst.

2019 umfasste der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung gegenüber den Mitarbeitern in H?he von 2 497 Mio € (2018: 1 608 Mio €) Leistungen ohne Fondsdeckung in H?he von 323 Mio € (2018: 226 Mio €) im Zusammenhang mit Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses (ohne Pensionsbezüge), anderen langfristig f?lligen Leistungen sowie Leistungen für Mitarbeiter aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung gegenüber den Direktoriumsmitgliedern und den Mitgliedern des Aufsichtsgremiums in H?he von 39 Mio € (2018: 29 Mio €) bezieht sich ausschlie?lich auf bestehende Vereinbarungen ohne Fondsdeckung für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses sowie andere langfristig f?llige Leistungen.

Neubewertungen der Nettoschuld der EZB aus leistungsorientierten Versorgungspl?nen in Bezug auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses werden in der Bilanz unter der Passivposition ?Ausgleichsposten aus Neubewertung” erfasst. Die Verluste aus der Neubewertung unter dieser Passivposition beliefen sich 2019 auf 749 Mio € (2018: 129 Mio €) (siehe Erl?uterung 14 ?Ausgleichsposten aus Neubewertung“).

Ver?nderung der leistungsorientierten Verpflichtung, des Planverm?gens und der Ergebnisse aus Neubewertung
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung ?nderte sich wie folgt:

Anmerkung: Die jeweiligen Betr?ge für das Direktorium und das Aufsichtsgremium werden in der Spalte ?Leitungsgremien“ erfasst.
1) Saldo inklusive Pflichtbeitr?ge und Transfers in die/aus den Pl?ne(n). Die Pflichtbeitr?ge der Mitarbeiter belaufen sich auf 7,4 % des Grundgehalts, die der EZB auf 20,7 % des Grundgehalts.

Die für 2019 insgesamt ausgewiesenen Verluste aus der Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung in H?he von 763 Mio € waren in erster Linie auf die Verringerung des Abzinsungssatzes von 2,3 % (2018) auf 1,2 % (2019) zurückzuführen. Weitere Ursachen für Verluste aus der Neubewertung ergeben sich aus der Anwendung der neuen Sterblichkeitstafeln und, wenngleich in deutlich geringerem Ma?e, aus erfahrungsbedingten Anpassungen für die Differenz zwischen den im Vorjahresbericht zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen und der tats?chlichen Erfahrung.

Die gezahlten Leistungen verringerten sich 2019 auf 24 Mio € (2018: 46 Mio €). Grund hierfür war vor allem ein Rückgang der Einmalzahlungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses an Mitarbeiter, die zum befristeten Programm zur beruflichen Neuorientierung (Career Transition Support – CTS) zugelassen worden waren. Das Programm wurde 2017 zur Unterstützung langj?hriger Mitarbeiter eingeführt, die sich au?erhalb der EZB beruflich neu orientieren m?chten, und ist an bestimmte Bedingungen geknüpft.

Der beizulegende Zeitwert des Mitarbeiter-Planverm?gens in der leistungsorientierten S?ule ?nderte sich 2019 wie folgt:

Die in Bezug auf das Planverm?gen verzeichneten Gewinne aus der Neubewertung für 2019 spiegelten die Tatsache wider, dass die tats?chlichen Ertr?ge der Fondsanteile wesentlich h?her ausfielen als die angenommenen Zinsertr?ge aus dem Planverm?gen.

Folgende Ver?nderungen ergaben sich im Jahr 2019 bei den Ergebnissen aus der Neubewertung:

Gewinn- und Verlustrechnung
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung für 2019 ausgewiesenen Betr?ge setzten sich wie folgt zusammen:

Anmerkung: Die jeweiligen Betr?ge für das Direktorium und das Aufsichtsgremium werden in der Spalte ?Leitungsgremien“ erfasst.

Die gesamten Verluste aus der Neubewertung von anderen langfristig f?lligen Leistungen und Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses, die direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, beliefen sich 2019 auf 18 Mio €. Der Gro?teil dieses Betrags bezog sich auf andere langfristig f?llige Leistungen und ergab sich vorwiegend aus der Verringerung des Abzinsungssatzes von 2,3 % (2018) auf 1,2 % (2019).

Der laufende Dienstzeitaufwand sank 2019 auf 92 Mio € (2018: 98 Mio €), was haupts?chlich auf die Erh?hung des Abzinsungssatzes von 2,1 % (2017) auf 2,3 % (2018) zurückzuführen war.[33]

Grundlegende Annahmen
Die hier aufgeführten Bewertungen beruhen auf unabh?ngigen versicherungsmathematischen Annahmen, die vom Direktorium für Bilanzierungs- und Offenlegungszwecke gebilligt wurden. Die Berechnung der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses und anderen langfristig f?lligen Leistungen beruht in erster Linie auf den nachfolgend dargelegten Annahmen:

1) Diese Annahmen wurden zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung der EZB, die durch Verm?genswerte mit zugrunde liegender Kapitalgarantie finanziert wird, herangezogen.
2) Auch künftige individuelle Gehaltserh?hungen von bis zu 1,8 % pro Jahr (abh?ngig vom Alter der Mitglieder des Versorgungsplans) werden berücksichtigt.
3) Gem?? den Vorschriften des Versorgungsplans der EZB werden die Pensionen j?hrlich erh?ht. F?llt die allgemeine Gehaltsanpassung der EZB-Mitarbeiter geringer aus als die Teuerungsrate, so erfolgen die Pensionserh?hungen im Einklang mit der allgemeinen Gehaltsanpassung. übersteigt die allgemeine Gehaltsanpassung die Teuerungsrate, so wird Erstere zur Festlegung der Pensionserh?hung herangezogen, sofern die Finanzlage der EZB-Versorgungspl?ne eine solche Anhebung zul?sst.

Die im Jahr 2019 von den Mitarbeitern im Rahmen einer beitragsorientierten S?ule auf freiwilliger Basis geleisteten Beitr?ge beliefen sich auf 171 Mio € (2018: 140 Mio €). Diese werden in das Planverm?gen investiert. Ihnen steht eine entsprechende Verpflichtung in gleicher H?he gegenüber.

Erl?uterung 13 – Rückstellungen

Diese Position umfasst in erster Linie eine Rückstellung für finanzielle Risiken. Ihr Anwendungsbereich wurde 2019 ausgeweitet, und sie erfasst nun alle finanziellen Risiken (d. h. Markt-, Liquidit?ts- und Kreditrisiken). Zuvor umfasste sie nur Wechselkurs-, Zins?nderungs-, Kredit- und Goldpreisrisiken.

Die Rückstellung für finanzielle Risiken dient dem Ausgleich künftiger realisierter und nicht realisierter Verluste, wobei der EZB-Rat über etwaige Aufl?sungen der Rückstellung entscheidet. Der Umfang und die Notwendigkeit dieser Rückstellung werden j?hrlich auf Basis einer entsprechenden Risikoanalyse der EZB und unter Berücksichtigung einer Reihe von Faktoren geprüft. Der Umfang darf zusammen mit dem allgemeinen Reservefonds der EZB nicht den Wert des von den NZBen des Eurogebiets eingezahlten Kapitals übersteigen.

Der EZB-Rat beschloss unter Berücksichtigung a) der Verringerung der Gewichtsanteile der NZBen des Euro-W?hrungsgebiets am gezeichneten Kapital der EZB aufgrund der fünfj?hrlichen Anpassung des Schlüssels für die Zeichnung des Kapitals der EZB zum 1. Januar 2019 (siehe Erl?uterung 15 ?Kapital und Rücklagen“) sowie b) der Ergebnisse der Bewertung der finanziellen Risiken, denen die EZB ausgesetzt ist, am 31. Dezember 2019 Rückstellungen für finanzielle Risiken in H?he von 84 Mio € aufzul?sen, um das Rückstellungsvolumen wieder auf den zul?ssigen H?chstwert zu senken. Zum 31. Dezember 2016 beliefen sich die Rückstellungen für finanzielle Risiken auf 7 536 Mio €, was der Summe der von den NZBen des Euroraums zu diesem Stichtag eingezahlten Kapitalanteile entspricht.

Erl?uterung 14 – Ausgleichsposten aus Neubewertung

Diese Position enth?lt in erster Linie Neubewertungssalden, die sich aus buchm??igen Gewinnen aus Forderungen, Verbindlichkeiten und au?erbilanziellen Gesch?ften ergeben (siehe ?Ergebnisermittlung“, ?Gold, Fremdw?hrungsforderungen und -verbindlichkeiten“, ?Wertpapiere“ und ?Au?erbilanzielle Gesch?fte“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“). Er beinhaltet au?erdem die Neubewertungen der Nettoschuld der EZB aus leistungsorientierten Versorgungspl?nen in Bezug auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses (siehe ?Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses, andere langfristig f?llige Leistungen sowie Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“ sowie Erl?uterung 12.3 ?Sonstiges“).

Das Anwachsen der Ausgleichsposten aus der Neubewertung ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Goldpreises und die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem japanischen Yen im Jahr 2019 zurückzuführen.

Im Folgenden sind der Goldpreis und die Wechselkurse aufgeführt, die für die Neubewertung zum Jahresende herangezogen wurden:

Erl?uterung 15 – Kapital und Rücklagen

Erl?uterung 15.1 – Kapital

Anpassung des Kapitalschlüssels der EZB
Gem?? Artikel 29 der Satzung des ESZB werden die den NZBen zugeteilten Gewichtsanteile am Schlüssel für die Zeichnung des Kapitals der EZB alle fünf Jahre[34] zu gleichen Teilen nach den Anteilen der jeweiligen Mitgliedstaaten an der Gesamtbev?lkerung und am Bruttoinlandsprodukt der EU angepasst.[35] Die vierte Anpassung dieser Art seit Errichtung der EZB wurde am 1. Januar 2019 vorgenommen, und die Anteile der NZBen am Kapitalschlüssel wurden wie folgt angepasst:

Eingezahltes Kapital der EZB
Das gezeichnete Kapital der EZB bel?uft sich auf 10 825 Mio €. Nach der fünfj?hrlichen Anpassung des Kapitalschlüssels der EZB verringerten sich die (jeweils zu 100 % eingezahlten) Gewichtsanteile der NZBen des Euro-W?hrungsgebiets am gezeichneten Kapital der EZB um 0,7739 Prozentpunkte. Gleichzeitig erh?hte sich der Anteil der NZBen der Mitgliedstaaten, die nicht dem Euroraum angeh?ren (und die nur 3,75 % ihres gezeichneten Kapitals einbezahlt haben) um denselben Betrag. Infolgedessen verringerte sich das eingezahlte Kapital der EZB am 1. Januar 2019 um 81 Mio € auf 7 659 Mio €, wie der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen ist:


2.5 Au?erbilanzielle Gesch?fte

Erl?uterung 16 – Wertpapierleihprogramme

Im Rahmen der Eigenmittelverwaltung hat die EZB eine Vereinbarung über ein Wertpapierleihprogramm getroffen. Dabei nimmt sie die Dienste eines Spezialinstituts in Anspruch, das in ihrem Auftrag Wertpapierleihgesch?fte durchführt.

Ferner hat die EZB in übereinstimmung mit den Beschlüssen des EZB-Rats ihre Best?nde an Wertpapieren, die im Rahmen des ersten, zweiten und dritten CBPP erworben wurden, sowie ihre Best?nde an Wertpapieren, die im Rahmen des PSPP erworben wurden, und ihre Best?nde an Wertpapieren, die im Rahmen des SMP erworben wurden und auch für einen Ankauf im Rahmen des PSPP zugelassen sind, für Wertpapierleihgesch?fte zur Verfügung gestellt.[36]

Diese Wertpapierleihgesch?fte werden in Nebenbüchern (au?erbilanziell) erfasst, es sei denn, sie werden gegen Barsicherheiten abgewickelt, die bis zum Jahresende noch nicht angelegt worden sind.[37] Derartige Wertpapierleihgesch?fte mit einem Volumen von 10 076 Mio € (2018: 9 646 Mio €) waren zum 31. Dezember 2019 offen. 5 502 Mio € hiervon (2018: 4 440 Mio €) standen mit der Leihe von Wertpapieren im Zusammenhang, die zu geldpolitischen Zwecken gehalten werden.

Erl?uterung 17 – Zinsfutures

Zum 31. Dezember 2019 waren die folgenden Fremdw?hrungsgesch?fte, ausgewiesen zu Marktkursen am Jahresende, offen:

Diese Gesch?fte wurden im Zusammenhang mit der Verwaltung der W?hrungsreserven der EZB durchgeführt.

Erl?uterung 18 – Zinsswaps

Zum 31. Dezember 2019 waren Zinsswap-Gesch?fte mit einem Nominalwert von 703 Mio € (2018: 519 Mio €), ausgewiesen zu Marktkursen am Jahresende, offen. Diese Gesch?fte wurden im Zusammenhang mit der Verwaltung der W?hrungsreserven der EZB durchgeführt.

Erl?uterung 19 – Devisenswap- und Devisentermingesch?fte

Verwaltung der W?hrungsreserven
2019 wurden im Rahmen der Verwaltung der W?hrungsreserven der EZB Devisenswap- und Devisentermingesch?fte durchgeführt. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus diesen Transaktionen, die zum 31. Dezember 2019 offen waren, werden wie folgt zu Marktkursen am Jahresende ausgewiesen:

Liquidit?tszuführende Gesch?fte
Im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Liquidit?t in US-Dollar an Gesch?ftspartner des Eurosystems entstanden auf US-Dollar lautende Forderungen und Verbindlichkeiten, die 2019 abgewickelt wurden (siehe Erl?uterung 10 ?Verbindlichkeiten in Euro gegenüber Ans?ssigen au?erhalb des Euro-W?hrungsgebiets“).

Erl?uterung 20 – Verwaltung der Anleihe- und Darlehensgesch?fte

Die EZB war auch 2019 für die Verwaltung der Anleihe- und Darlehensgesch?fte, die von der EU im Rahmen der Fazilit?t des mittelfristigen finanziellen Beistands und des Europ?ischen Finanzstabilisierungsmechanismus abgeschlossen wurden, sowie für die Kreditrahmenvereinbarung für Griechenland und die Verwaltung von Zahlungen im Zusammenhang mit zwei EFSF-Krediten zust?ndig. 2019 wickelte die EZB Zahlungen im Zusammenhang mit diesen Gesch?ften sowie Zahlungen, die an die Zeichnung von Anteilen am genehmigten Stammkapital des ESM durch dessen Mitglieder gekoppelt sind, ab.

Erl?uterung 21 – Eventualverbindlichkeiten aus anh?ngigen Rechtsstreitigkeiten

Eine Reihe von Einlegern, Aktion?ren und Anleihegl?ubigern zyprischer Kreditinstitute reichten mehrere Klagen gegen die EZB und andere EU-Organe ein. Die Kl?ger brachten vor, dass sie infolge von Handlungen, die ihrer Ansicht nach zur Umstrukturierung dieser Kreditinstitute im Zusammenhang mit dem Finanzhilfeprogramm für Zypern führten, finanzielle Verluste erlitten h?tten. Zwei dieser Klagen wurden 2018 vom Gericht der EU im Grundsatz abgewiesen. Gegen die Urteile wurden Rechtsmittel eingelegt, und die Verfahren sind derzeit noch beim Gerichtshof der EU anh?ngig. Bereits im Jahr 2014 hatte das Gericht der Europ?ischen Union zw?lf vergleichbare Klagen in ihrer Gesamtheit als unzul?ssig abgewiesen, und der Europ?ische Gerichtshof hatte 2016 in den Rechtsmittelverfahren entweder die Unzul?ssigkeit best?tigt oder zugunsten der EZB geurteilt. Die Rolle der EZB im Prozess, der zum Abschluss des Finanzhilfeprogramms führte, beschr?nkte sich auf die Bereitstellung von fachlicher Beratung gem?? dem ESM-Vertrag in Zusammenarbeit mit der Europ?ischen Kommission sowie auf die unverbindliche Stellungnahme zum Entwurf des zyprischen Abwicklungsgesetzes. Es ist deshalb davon auszugehen, dass der EZB infolge dieser Gerichtsverfahren keine Verluste entstehen.


2.6 Erl?uterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erl?uterung 22 – Nettozinsertrag

Erl?uterung 22.1 – Zinsertr?ge aus W?hrungsreserven

Diese Position beinhaltet die im Zusammenhang mit den Netto-W?hrungsreserven der EZB angefallenen Zinsertr?ge abzüglich der Zinsaufwendungen:

Der im Jahr 2019 verzeichnete Anstieg der Nettozinsertr?ge insgesamt war haupts?chlich auf die h?heren Zinsertr?ge aus dem US-Dollar-Portfolio zurückzuführen. Die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro trug ebenfalls zu diesem Anstieg bei.

Erl?uterung 22.2 – Zinsertr?ge aus der Verteilung von Euro-Banknoten innerhalb des Eurosystems

In dieser Position werden die Zinsertr?ge aus dem Anteil der EZB von 8 % an der gesamten Euro-Banknotenausgabe erfasst (siehe ?Banknotenumlauf“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“ sowie Erl?uterung 5.1 ?Forderungen im Zusammenhang mit der Verteilung von Euro-Banknoten innerhalb des Eurosystems“). Im Jahr 2019 lagen diese Zinsertr?ge bei null, weil der Hauptrefinanzierungssatz w?hrend des gesamten Jahres 0 % betrug.

Erl?uterung 22.3 – Zinsaufwendungen aufgrund der Forderungen der NZBen aus übertragenen W?hrungsreserven

In dieser Position werden die Zinsaufwendungen aufgrund der Forderungen der NZBen des Euroraums aus den an die EZB übertragenen W?hrungsreserven (siehe Erl?uterung 11.1 ?Verbindlichkeiten aus der übertragung von W?hrungsreserven“) ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen lagen 2019 bei null, weil der Hauptrefinanzierungssatz w?hrend des gesamten Jahres 0 % betrug.

Erl?uterung 22.4 – Sonstige Zinsertr?ge und sonstige Zinsaufwendungen

Die Positionen sonstige Zinsertr?ge und sonstige Zinsaufwendungen setzten sich 2019 wie folgt zusammen:

1) Die Nettozinsertr?ge der EZB aus im SMP-Portfolio gehaltenen griechischen Staatsanleihen beliefen sich auf 94 Mio € (2018: 127 Mio €).

Erl?uterung 23 – Realisierte Gewinne/Verluste aus Finanzgesch?ften

Realisierte Nettogewinne/-verluste aus Finanzgesch?ften setzten sich 2019 wie folgt zusammen:

Realisierte Kursgewinne/-verluste (netto) schlie?en realisierte Gewinne und Verluste aus Wertpapieren, Zinsfutures und Zinsswaps ein. Hauptgrund für die realisierten Kursgewinne (netto) im Jahr 2019 waren die realisierten Kursgewinne in Bezug auf das US-Dollar-Portfolio, die auf die gegenüber 2018 niedrigeren Renditen auf US-Dollar-Wertpapiere zurückzuführen waren.

Erl?uterung 24 – Abschreibungen auf Finanzanlagen und -positionen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und -positionen gestalteten sich 2019 wie folgt:

Der Marktwert einer Reihe von im Eigenmittelportfolio und im US-Dollar-Portfolio gehaltenen Wertpapieren ging zurück, w?hrend die entsprechenden Renditen gegen Ende 2019 anstiegen. Daraus ergaben sich zum Jahresende nicht realisierte Wertpapierkursverluste.

Erl?uterung 25 – Nettoertr?ge/-aufwendungen aus Gebühren und Provisionen

Im Jahr 2019 enthielten die in dieser Position erfassten Ertr?ge haupts?chlich Aufsichtsgebühren und Verwaltungssanktionen, die gegen beaufsichtigte Unternehmen wegen Verst??en gegen die EU-Bankenaufsichtsvorschriften (einschlie?lich Aufsichtsbeschlüsse der EZB) verh?ngt wurden. Bei den Aufwendungen handelte es sich vor allem um Depotgebühren.

Ertr?ge und Aufwendungen im Zusammenhang mit Aufsichtsaufgaben
Um die Ausgaben im Zusammenhang mit der Wahrnehmung ihrer Aufsichtsaufgaben zu decken, erhebt die EZB j?hrliche Gebühren von den beaufsichtigten Unternehmen. Die EZB gab im April 2019 bekannt, dass sich die j?hrlichen Aufsichtsgebühren 2019 auf 576 Mio € belaufen. Dieser Betrag basierte auf gesch?tzten j?hrlichen Ausgaben für Aufsichtsaufgaben in H?he von 559 Mio € im Jahr 2019, bereinigt um a) das aus dem Gebührenzeitraum 2018 übertragene Defizit von 15 Mio € und b) einzelnen Banken für frühere Gebührenzeitr?ume erstattete Betr?ge[38] (2 Mio €).

Basierend auf den tats?chlichen Ausgaben der EZB für ihre Aufsichtsaufgaben beliefen sich die Ertr?ge aus Aufsichtsgebühren 2019 auf 537 Mio €. Der daraus resultierende überschuss von 22 Mio €, der sich aus der Differenz zwischen den gesch?tzten Ausgaben (559 Mio €) und den tats?chlichen Ausgaben (537 Mio €) für 2019 ergibt, ist unter ?Passive Rechnungsabgrenzungsposten“ ausgewiesen (siehe Erl?uterung 12.2 ?Passive Rechnungsabgrenzungsposten“). Er reduziert den für den Gebührenzeitraum 2020 zu erhebenden Gesamtbetrag, der – nach der Einführung der nachtr?glichen Inrechnungstellung im Rahmen des überarbeiteten Gebührenrahmens[39] – im Jahr 2021 erfolgen wird.

Die EZB ist au?erdem berechtigt, Verwaltungssanktionen gegen beaufsichtigte Unternehmen zu verh?ngen, die gegen die EU-Bankenaufsichtsvorschriften (einschlie?lich Aufsichtsbeschlüsse der EZB) versto?en. Die diesbezüglichen Einnahmen bleiben bei der Berechnung der j?hrlichen Aufsichtsgebühren unberücksichtigt. Sie werden stattdessen in der Gewinn- und Verlustrechnung der EZB als Ertr?ge erfasst und im Rahmen der Gewinnvorauszahlungen an die NZBen des Euroraums verteilt. 2019 beliefen sich die Ertr?ge aus gegen beaufsichtigte Unternehmen verh?ngten Strafgeldern auf 7 Mio €.

Die Ertr?ge im Zusammenhang mit den Aufsichtsaufgaben der EZB für das Jahr 2019 setzten sich somit wie folgt zusammen:

Die Ausgaben im Zusammenhang mit der Bankenaufsicht ergeben sich aus der direkten Aufsicht über bedeutende Unternehmen, der überwachung der Aufsicht über weniger bedeutende Unternehmen sowie den Querschnitts- und Expertenaufgaben. Sie enthalten zudem Ausgaben, die sich aus Supportbereichen ergeben, die zur Erfüllung der Aufsichtsaufgaben der EZB erforderlich sind, darunter Geb?ude, Personalmanagement, Verwaltung, Haushaltsplanung und Controlling, Rechnungswesen, Rechtsdienste, Kommunikations- und übersetzungsdienste, Interne Revision, Statistik- und IT-Dienstleistungen.

Die tats?chlichen Gesamtausgaben im Zusammenhang mit den Aufsichtsaufgaben der EZB, die über die j?hrlichen Aufsichtsgebühren gedeckt werden, setzten sich im Jahr 2019 wie folgt zusammen:

Der Anstieg der durchschnittlichen Anzahl der für die EZB-Bankenaufsicht t?tigen Mitarbeiter führte zu einem entsprechenden Anstieg der Geh?lter und Leistungen. Die h?here Anzahl von Besch?ftigten führte auch zu einem Anstieg der geb?udebezogenen Ausgaben, w?hrend der Rückgang der sonstigen Betriebsausgaben in erster Linie auf geringere Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit Aufsichtsaufgaben, insbesondere mit der 2020 zu Ende gehenden gezielten überprüfung interner Modelle (Targeted Review of Internal Models – TRIM), zurückzuführen war.

Erl?uterung 26 – Ertr?ge aus Aktien und Beteiligungen

Die Dividenden der Aktien, welche die EZB an der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich h?lt (siehe Erl?uterung 6.2 ?Sonstige Finanzanlagen“), werden in dieser Position ausgewiesen.

Erl?uterung 27 – Sonstige Ertr?ge

Im Jahr 2019 bestand diese Position vor allem aus den Beitr?gen der NZBen des Euroraums zu Kosten, die der EZB im Zusammenhang mit gemeinsamen Eurosystem-Projekten entstanden sind.

Erl?uterung 28 – Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen setzten sich 2019 wie folgt zusammen:

1) Die Geh?lter und Zulagen orientieren sich im Wesentlichen am Gehaltsschema der EU und sind mit diesem vergleichbar.

Die durchschnittliche Anzahl der Besch?ftigten (in Vollzeit?quivalenten)[40] betrug 3 770 (2018: 3 546), von denen 349 in Führungspositionen t?tig waren (2018: 337).

Die Personalaufwendungen stiegen 2019 haupts?chlich aufgrund der h?heren durchschnittlichen Anzahl der Besch?ftigten der EZB sowie h?heren Aufwendungen im Zusammenhang mit anderen langfristig f?lligen Leistungen, die vor allem auf den Ende 2019 für die versicherungsmathematische Bewertung verwendeten niedrigeren Abzinsungssatz zurückzuführen sind (siehe Erl?uterung 12.3 ?Sonstiges“).

Vergütung des Direktoriums und des Aufsichtsgremiums
Die Mitglieder des Direktoriums und die bei der EZB besch?ftigten Mitglieder des Aufsichtsgremiums erhalten ein Grundgehalt und eine Residenzzulage sowie eine Aufwandsentsch?digung. Dem Pr?sidenten der EZB wird anstatt einer Residenzzulage ein Amtssitz zur Verfügung gestellt. Gem?? den Besch?ftigungsbedingungen für das Personal der Europ?ischen Zentralbank k?nnen Direktoriumsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsgremiums, je nach pers?nlicher Situation, Anspruch auf eine Haushalts- sowie eine Kinder- und Ausbildungszulage haben. Die auf das Gehalt erhobenen Steuern gehen an die EU; des Weiteren werden Beitr?ge für die Altersversorgung sowie für Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung abgezogen. Zulagen sind steuerfrei und werden bei der Berechnung der Pensionsansprüche nicht berücksichtigt.

Die Grundgeh?lter der Mitglieder des Direktoriums und der bei der EZB besch?ftigten Mitglieder des Aufsichtsgremiums (d. h. ohne die Vertreter der nationalen Aufsichtsbeh?rden) im Jahr 2019 waren wie folgt:[41]

1) Ohne das Gehalt der/des stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsgremiums (Sabine Lautenschl?ger bis Februar 2019 und Yves Mersch seit Oktober 2019), das zusammen mit dem der übrigen Mitglieder des Direktoriums ausgewiesen wird.

Die an die Mitglieder beider Leitungsgremien gezahlten Zulagen und der für sie gezahlte Beitrag der EZB zur Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung betrugen insgesamt 1 182 767 € (2018: 835 371 €). Ehemalige Mitglieder beider Leitungsgremien erhalten gegebenenfalls für einen befristeten Zeitraum nach Ende ihrer Amtszeit übergangsgelder. 2019 betrugen die diesbezüglichen Aufwendungen, damit zusammenh?ngende Familienzulagen sowie die Beitr?ge der EZB zur Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung ehemaliger Mitglieder beider Leitungsgremien 864 287 € (2018: 169 346 €). Die Gesamtsumme der Zulagen und die übergangsgelder ist vorwiegend deshalb gestiegen, weil 2019 eine h?here Anzahl von Mitgliedern beider Leitungsgremien der EZB ihr Amt niedergelegt/angetreten hat als im Vorjahr.

Die an ehemalige Mitglieder beider Leitungsgremien und deren Angeh?rige ausgezahlten Pensionen (inklusive Zulagen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses) sowie die für sie geleisteten Beitr?ge zur Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung beliefen sich auf 1 848 157 € (2018: 3 047 064 €).[42] 2019 beinhaltete dieser Betrag eine übertragung auf ein anderes Altersversorgungssystem, die nach dem Ausscheiden eines früheren Mitglieds eines Leitungsgremiums erfolgte. 2018 beinhaltete er eine Einmalzahlung, die nach dem Ausscheiden eines früheren Mitglieds eines Leitungsgremiums geleistet wurde.

Erl?uterung 29 – Verwaltungsaufwendungen

In dieser Position, die sich auf 476 Mio € (2018: 525 Mio €) bel?uft, sind alle sonstigen laufenden Aufwendungen erfasst, insbesondere für Beratung, Informationstechnologie, Instandhaltung von Geb?uden, nicht aktivierungsf?hige Aufwendungen für Sachanlagen sowie Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen. Hinzu kommen personalabh?ngige Aufwendungen, darunter die mit der Einstellung, dem Umzug, der Unterbringung und der Weiterbildung von Mitarbeitern verbundenen Ausgaben.

Der 2019 verzeichnete Rückgang war in erster Linie auf niedrigere Aufwendungen im Zusammenhang mit Mieten für Bürofl?chen, Zeitarbeitskr?ften und Unterstützung durch externe Berater zurückzuführen. Die niedrigeren Mietaufwendungen resultierten aus der bilanzwirksamen Erfassung der Nutzungsrechte von Geb?uden (siehe ??nderungen von Rechnungslegungsgrunds?tzen“ in Abschnitt 2.3 ?Rechnungslegungsgrunds?tze“ und Erl?uterung 6.1 ?Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte“) und der Erfassung der diesbezüglichen Aufwendungen als Abschreibungen.

Erl?uterung 30 – Aufwendungen für Banknoten

Diese Aufwendungen ergeben sich vor allem aus dem grenzüberschreitenden Transport von Euro-Banknoten zur Belieferung der NZBen mit druckfrischen Geldscheinen sowie zwischen den NZBen zum Ausgleich von Engp?ssen durch überschussbest?nde. Diese Kosten werden zentral von der EZB getragen.


2.7 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Erl?uterung 31 – Anpassung des Kapitalschlüssels der EZB nach dem Austritt des Vereinigten K?nigreichs aus der EU

Angesichts des Austritts des Vereinigten K?nigreichs aus der EU und des daraus resultierenden Ausscheidens der Bank of England aus dem ESZB wurden die Anteile der verbleibenden NZBen am Schlüssel für die Zeichnung des Kapitals der EZB mit Wirkung vom 1. Februar 2020 wie folgt angepasst:

Auswirkungen auf das Kapital der EZB
Die EZB belie? ihr gezeichnetes Kapital nach dem Ausscheiden der Bank of England aus dem ESZB unver?ndert bei 10 825 Mio €. Der Anteil der Bank of England am gezeichneten Kapital der EZB, der 14,3 % betrug, wurde auf die NZBen des Euro-W?hrungsgebiets und die verbleibenden NZBen au?erhalb des Euroraums aufgeteilt.

Die H?he des eingezahlten Kapitals der EZB bel?uft sich im Jahr 2020 unver?ndert auf 7 659 Mio €, da die verbleibenden NZBen das von der Bank of England eingezahlte Kapital in H?he von 58 Mio € ausgeglichen haben. Im Laufe der n?chsten zwei Jahre werden die NZBen des Euroraums den verbleibenden Teil ihrer erh?hten Anteile am Kapital der EZB aufgrund des Ausscheidens der Bank of England aus dem ESZB in zwei j?hrlichen Raten einzahlen. Dies wird dazu führen, dass das eingezahlte Kapital der EZB von 7 659 Mio € (2020) auf 8 270 Mio € (2021) und 8 880 Mio € (2022) ansteigen wird.

Auswirkungen auf die Forderungen der NZBen aus der übertragung von W?hrungsreserven an die EZB
Gem?? Artikel 30.2 der Satzung des ESZB werden die Beitr?ge der NZBen zur übertragung von W?hrungsreserven an die EZB entsprechend ihrem jeweiligen Anteil am gezeichneten Kapital der EZB festgesetzt. Nach a) der Erh?hung der Gewichtsanteile der NZBen des Euro-W?hrungsgebiets (die W?hrungsreserven an die EZB übertragen haben) am gezeichneten Kapital der EZB aufgrund des Ausscheidens der Bank of England aus dem ESZB und b) dem Beschluss des EZB-Rats, den Anteil der Beitr?ge der NZBen des Euroraums zu reduzieren, sodass der Gesamtbetrag der von ihnen übertragenen W?hrungsreserven auf demselben Niveau verharrt wie vor dem Ausscheiden der Bank of England aus dem ESZB, bleibt der Gesamtbetrag der diesen übertragungen entsprechenden Forderungen der NZBen nahezu unver?ndert.


3 Best?tigungsvermerk

Von der EZB zu Informationszwecken angefertigte übersetzung des Best?tigungsvermerks ihres externen Wirtschaftsprüfers. Im Fall von Abweichungen gilt die von Baker Tilly unterzeichnete englische Fassung.


4 Erl?uterungen zur Gewinnverteilung/Verlustabdeckung

Diese Erl?uterungen sind nicht Bestandteil des Jahresabschlusses der EZB für das Jahr 2019.

Gem?? Artikel 33 der ESZB-Satzung wird der Nettogewinn der EZB in der folgenden Reihenfolge verteilt:

  1. Ein vom EZB-Rat zu bestimmender Betrag, der 20 % des Nettogewinns nicht übersteigen darf, wird dem allgemeinen Reservefonds bis zu einer Obergrenze von 100 % des Kapitals zugeführt.
  2. Der verbleibende Nettogewinn wird an die Anteilseigner der EZB entsprechend ihren eingezahlten Anteilen ausgeschüttet.[43]

Falls die EZB einen Verlust erwirtschaftet, kann der Fehlbetrag aus dem allgemeinen Reservefonds der EZB und erforderlichenfalls nach einem entsprechenden Beschluss des EZB-Rats aus den monet?ren Einkünften des betreffenden Gesch?ftsjahres im Verh?ltnis und bis in H?he der Betr?ge gezahlt werden, die nach Artikel 32.5 der ESZB-Satzung an die nationalen Zentralbanken verteilt werden.[44]

Der Jahresüberschuss der EZB belief sich im Jahr 2019 auf 2 366 Mio €. Nach einem entsprechenden Beschluss des EZB-Rats wurde am 31. Januar 2020 eine Gewinnvorauszahlung in H?he von 1 431 Mio € an die NZBen des Eurogebiets geleistet. Des Weiteren beschloss der EZB-Rat, den verbleibenden Gewinn von 935 Mio € an die NZBen des Eurogebiets auszuschütten.

? Europ?ische Zentralbank, 2020

Postanschrift 60640 Frankfurt am Main, Deutschland
Telefon +49 69 1344 0
Website www.auexnv.com.cn

Alle Rechte vorbehalten. Die Anfertigung von Kopien für Ausbildungszwecke und nichtkommerzielle Zwecke ist mit Quellenangabe gestattet.

Informationen zur Fachterminologie finden sich im EZB-Glossar (nur auf Englisch verfügbar).

HTML ISBN 978-92-899-4133-4, ISSN 2443-4744, DOI:10.2866/837602, QB-BS-20-001-DE-Q


[1]Bei den im vorliegenden Dokument enthaltenen Zahlen- und Prozentangaben kann es rundungsbedingt zu Abweichungen kommen.
[2]Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die entsprechenden Erl?uterungen. Der erweiterte Jahresabschluss besteht aus dem Jahresabschluss, dem Managementbericht, dem Best?tigungsvermerk und den Erl?uterungen zur Gewinnverteilung/Verlustabdeckung.
[3]Protokoll über die Satzung des Europ?ischen Systems der Zentralbanken und der Europ?ischen Zentralbank.
[4]Das APP umfasst das dritte Programm zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen (CBPP3), das Programm zum Ankauf von Asset-Backed Securities (ABSPP), das Programm zum Ankauf von Wertpapieren des ?ffentlichen Sektors (PSPP) und das Programm zum Ankauf von Wertpapieren des Unternehmenssektors (CSPP). Die EZB erwirbt keine Wertpapiere im Rahmen des CSPP. Weitere Informationen zum APP finden sich auf der Website der EZB.
[5]Im Jahr 2019 erh?hte sich der Gesamtwert des Euro-Banknotenumlaufs im Eurosystem um 5 % auf 1 293 Mrd €, wovon die EZB einen Anteil von 8 % h?lt. Dieser Anteil wird in den Positionen ?Banknotenumlauf“ und ?Intra-Eurosystem-Forderungen“ erfasst.
[6]Siehe die Pressemitteilung vom 12. September 2019 zu den geldpolitischen Beschlüssen des EZB-Rats.
[7]Die Amortisierung ergibt sich aus dem Rechnungslegungsgrundsatz, demzufolge bei Wertpapieren im Zeitverlauf hin zu ihrem F?lligkeitstermin eine Neubewertung nach oben oder unten vorzunehmen ist, je nachdem, ob sie zu einem Preis unter- oder oberhalb ihres Nennwerts erworben wurden. Die APP-Best?nde wurden im Durchschnitt über dem Nennwert erworben und folglich verringert sich, unter sonst gleichen Bedingungen, ihr Buchwert im Laufe der Zeit.
[8]Diese Best?nde umfassen Forderungen aus den Bilanzpositionen ?Forderungen in Fremdw?hrung an Ans?ssige au?erhalb des Euro-W?hrungsgebiets – Guthaben bei Banken, Wertpapieranlagen, Auslandskredite und sonstige Auslandsaktiva“ sowie ?Forderungen in Fremdw?hrung an Ans?ssige im Euro-W?hrungsgebiet“.
[9]Die Aufwendungen der EZB für die Wahrnehmung ihrer Aufsichtsaufgaben werden über die j?hrlichen Aufsichtsgebühren gedeckt, die den beaufsichtigten Unternehmen auferlegt werden.
[10]Die Bilanzposition ?Ausgleichsposten aus Neubewertung“ umfasst auch Neubewertungen in Bezug auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverh?ltnisses.
[11]Die Einkünfte der EZB aus dem Euro-Banknotenumlauf umfassen die Einkünfte aus den Zinszahlungen für die Intra-Eurosystem-Forderungen der EZB gegenüber den NZBen in Bezug auf ihren 8%-Anteil an den gesamten im Umlauf befindlichen Banknoten.
[12]Aufsichtsgebühren sind unter ?Sonstige Ertr?ge und Aufwendungen“ erfasst (siehe Abbildung 11).
[13]Der ES ist definiert als wahrscheinlichkeitsgewichteter durchschnittlicher Verlust, der in den ungünstigsten (1-p) % der Szenarien eintritt, wobei p das Konfidenzniveau angibt.
[14]Weitere Informationen zum Risikomodellierungsansatz finden sich in ?The financial risk management of the Eurosystem monetary policy operations“, EZB, Juli 2015.
[15]Das operationelle Risiko ist definiert als das Risiko negativer Auswirkungen auf die Finanzlage, den Betrieb oder den Ruf der EZB, das durch die Besch?ftigten, eine unzureichende Umsetzung bzw. ein Versagen der internen Governance oder der Gesch?ftsabl?ufe, ein Versagen der den Abl?ufen zugrunde liegenden Systeme oder durch externe Ereignisse (z. B. Naturkatastrophen oder Angriffe von au?en) verursacht wird.
[16]Weitere Einzelheiten zur Governance-Struktur der EZB finden sich auf der EZB-Website.
[17]Die detaillierten Rechnungslegungsgrunds?tze der EZB sind in dem Beschluss (EU) 2016/2247 der EZB vom 3. November 2016 über den Jahresabschluss der EZB (EZB/2016/35), ABl. L 347 vom 20.12.2016, S. 1, ge?nderte Fassung, festgelegt. Um eine harmonisierte buchm??ige Erfassung und Meldung der Gesch?fte des Eurosystems sicherzustellen, stützt sich der Beschluss auf die Leitlinie (EU) 2016/2249 der EZB vom 3. November 2016 über die Rechnungslegungsgrunds?tze und das Berichtswesen im Europ?ischen System der Zentralbanken (EZB/2016/34) (ABl. L 347 vom 20.12.2016, S. 37), ge?nderte Fassung. Diese Grunds?tze, die bei Bedarf regelm??ig überprüft und aktualisiert werden, stehen im Einklang mit den Bestimmungen von Artikel 26.4 der ESZB-Satzung zur Harmonisierung der buchm??igen Erfassung und der Meldung der Gesch?fte des Eurosystems.
[18]Rechnungsabgrenzungsposten und Rückstellungen für Verwaltungsaufwendungen werden erst ab einem Mindestbetrag von 100 000 € erfasst.
[19]Zum 31. Dezember 2019 nahmen folgende NZBen au?erhalb des Euroraums an TARGET2 teil: Българска народна банка (Bulgarische Nationalbank), Danmarks Nationalbank, Hrvatska Narodna Banka, Narodowy Bank Polski und Banca Na?ional? a Romaniei.
[20]Die von den Mitarbeitern auf freiwilliger Basis geleisteten Beitr?ge k?nnen bei der Pensionierung für den Erwerb einer zus?tzlichen Pension verwendet werden. Ab diesem Zeitpunkt wird diese Pension Bestandteil der leistungsorientierten Verpflichtung.
[22]Der Banknoten-Verteilungsschlüssel bezeichnet die Prozents?tze, die sich unter Berücksichtigung des Anteils der EZB an den insgesamt ausgegebenen Euro-Banknoten und aus der Anwendung des Kapitalzeichnungsschlüssels auf den Anteil der NZBen an den insgesamt ausgegebenen Banknoten ergeben.
[25]Umgerechnet 504,8 Tonnen.
[26]Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten in der jeweiligen Fremdw?hrung, die einer Neubewertung unterliegen. Diese sind in den Positionen ?Forderungen in Fremdw?hrung an Ans?ssige au?erhalb des Euro-W?hrungsgebiets“, ?Forderungen in Fremdw?hrung an Ans?ssige im Euro-W?hrungsgebiet“, ?Aktive Rechnungsabgrenzungsposten“, ?Neubewertungsposten aus au?erbilanziellen Gesch?ften“ (Passivseite) und ?Passive Rechnungsabgrenzungsposten“ erfasst und berücksichtigen in au?erbilanziellen Positionen ausgewiesene Devisentermin- sowie Devisenswapgesch?fte. Kursgewinne bei Finanzinstrumenten in Fremdw?hrung infolge von Neubewertungen sind nicht enthalten.
[27]Die EZB erwirbt keine Wertpapiere im Rahmen des Programms zum Ankauf von Wertpapieren des Unternehmenssektors (CSPP).
[28]Das APP umfasst das dritte Programm zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen (CBPP3), das ABSPP, das PSPP und das CSPP. Weitere Informationen zum APP finden sich auf der Website der EZB.
[29]Marktwerte sind indikativer Natur und werden anhand von Marktnotierungen abgeleitet. Sind keine Marktnotierungen verfügbar, werden die Marktpreise anhand interner Eurosystem-Modelle gesch?tzt.
[30]Seit dem 16. M?rz 2016 liegt der Zinssatz, der bei den Tenderoperationen des Eurosystems für seine Hauptrefinanzierungsgesch?fte Anwendung findet, bei 0,00 %.
[31]Wertpapierleihgesch?fte werden in Nebenbüchern (au?erbilanziell) erfasst, es sei denn, sie werden gegen Barsicherheiten abgewickelt, die bis zum Jahresende noch nicht angelegt worden sind (siehe Erl?uterung 16 ?Wertpapierleihprogramme“).
[32]EURO1 und RT1 sind von der ABE CLEARING S.A.S à capital variable (EBA Clearing) betriebene Zahlungsverkehrssysteme.
[33]Der laufende Dienstzeitaufwand wird unter Zugrundelegung des Abzinsungssatzes des Vorjahres gesch?tzt.
[34]Eine Anpassung dieser Gewichtsanteile findet darüber hinaus immer dann statt, wenn sich die Zusammensetzung der NZBen ?ndert, die Beitr?ge zum Kapital der EZB leisten. Dies sind die NZBen der EU-Mitgliedstaaten.
[36]Die EZB erwirbt keine Wertpapiere im Rahmen des CSPP und verfügt daher nicht über entsprechende Best?nde für Wertpapierleihgesch?fte.
[37]Gibt es zum Jahresende Barsicherheiten, die nicht angelegt wurden, werden diese Transaktionen in der Bilanz erfasst (siehe Erl?uterung 8 ?Sonstige Verbindlichkeiten in Euro gegenüber Kreditinstituten im Euro-W?hrungsgebiet“ und Erl?uterung 10 ?Verbindlichkeiten in Euro gegenüber Ans?ssigen au?erhalb des Euro-W?hrungsgebiets“).
[39]Ab dem Gebührenzeitraum 2020 werden die Aufsichtsgebühren der EZB nach dem Ende des jeweiligen Gebührenzeitraums berechnet, in Einklang mit der Verordnung (EU) 2019/2155 der EZB zur ?nderung der Verordnung (EU) Nr. 1163/2014 über Aufsichtsgebühren (EZB/2019/37), ABl. L 327 vom 17.12.2019, S. 70.
[40]Ein Vollzeit?quivalent (VZ?) ist eine Einheit, die der Arbeitszeit entspricht, die ein Vollzeitbesch?ftigter innerhalb eines Jahres absolviert. Diese Zahl umfasst Besch?ftigte mit unbefristeten, befristeten oder Kurzzeitvertr?gen sowie Teilnehmer am Graduate Programme der EZB im Verh?ltnis ihrer geleisteten Arbeitsstunden. Berücksichtigt sind auch Besch?ftigte, die sich im Mutterschutz befanden oder l?ngerfristig freigestellt waren, nicht jedoch Besch?ftigte, die unbezahlt freigestellt waren.
[41]Es werden Bruttobetr?ge ausgewiesen, also vor Abzug von Steuern zugunsten der EU.
[42]Angaben zu dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Nettobetrag im Zusammenhang mit dem Altersversorgungssystem für die aktuellen Direktoriumsmitglieder und die bei der EZB besch?ftigten aktuellen Mitglieder des Aufsichtsgremiums finden sich in Erl?uterung 12.3 ?Sonstiges“.
[43]NZBen au?erhalb des Euroraums haben weder Anspruch auf ausschüttbare EZB-Gewinne, noch müssen sie für Verluste der EZB aufkommen.
[44]Gem?? Artikel 32.5 der ESZB-Satzung wird die Summe der monet?ren Einkünfte der NZBen unter den NZBen entsprechend ihren eingezahlten Anteilen am Kapital der EZB verteilt.
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